Narrenfreiheit in Romis Strassen!
05.02.2026 Kultur&Natur, RomanshornAm kommenden Sonntag, 8. Februar, um 14.14 Uhr ist es wieder so weit: rund 550 Närrinnen, Narren und anderweitig Fasnachtsbegeisterte verwandeln die Strassen von Romanshorn in eine fröhliche Festmeile. Es ist Zeit für den traditionellen Fasnachtsumzug.
Beim Coop startend führt der farbenfrohe Umzug über die Alleestrasse–Bahnhofstrasse–Hueber Rebgarten zum Festplatz beim gedeckten Parkplatz des Hubzelgs. Zwanzig Gruppen von nah und fern bilden diesen heiteren, musizierenden und lachenden Tatzelwurm, bestehend aus Hexen, Guggen, Grafen, Masken oder Tierfiguren. Dieses Jahr beehren beispielsweise die «Trotte-Müetterli» mit ihren Holzmasken und die «Narrhalla Reichenburg» unsere Hafenstadt. Beide Gruppen kommen aus der Fasnachtshochburg im Kanton Schwyz. Aber auch die Igelkinder des Kindergartens Im Grund oder die «Flosschaoten» sind mit dabei.
Besondere Highlights am Umzug sind die Guggenmusik Glöggli Clique sowie die «Erebros Perchten» mit ihren teuflischen Masken.
Mit Konfetti ist alles paletti
Schön, wenn nicht nur die motivierten Akteure, sondern auch eine grosse Zuschauermenge vor Ort ist: sich vom buten Treiben mitreissen lassen, das eine oder andere Konfetti einfangen – oder noch schöner: austeilen – und den struben Alltag für zwei, drei Stunden vergessen: Das ist Balsam für die Seele!
Die Guggen-Formationen spielen nach dem Umzug auf dem Festplatz beim Hubzelg nochmals auf (siehe Kasten unten).
Zur Deckung der Unkosten werden Maskierte «kässele» und eine Kollekte erbitten. Ohne diesen Zustupf sowie der Unterstützung von Firmen, Behörden und Sponsoren könnte der Fasnachtsumzug nicht durchgeführt werden.
Jubiläen von «Näbel-Horner» und «Hafeschnoggä»
Lokalmatador im Felde der Guggenmusik sind die «Näbel-Horner». Seit Jahren bereichert diese Romanshorner Gugge nicht nur den Romanshorner Umzug oder den Fasnachtsgottesdienst, sondern trägt die schräg-schönen Töne und Klänge in die ganze Region. Wer diese Clique sieht, wie sie fetzig und schmissig musiziert und tanzt, würde ihr nie 45 Jahre geben. Aber es ist so: die Horner hornen seit fünfundvierzig Jahren und vertreiben da und dort den Nebel des Alltags.
Eine zweite unverzichtbare Gruppierung in Sachen Fasnacht sind die «Hafeschnoogä». Diese Gruppe begeisterter Fasnächtler besteht seit 40 Jahren. Sie, die Organisatoren des Umzugs, präsentieren dieses Jahr einen Wagen, der ihre Geschichte visualisiert. Grossartig, dass unermüdliche Geister jedes Jahr nicht nur einen grandiosen Fasnachtsumzug auf die Beine stellen, sondern auch den beliebten «Sternliweg» im Dezember organisieren. Schön, dass es Freiwillige gibt, die ihre Zeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen.
Fasnachtsgottesdienst
Noch vor dem Umzug findet um 10.15 Uhr in der katholischen Kirche der traditionelle Fasnachtsgottesdienst statt. Unter dem Motto «Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei» wehen die fasnächtlichen Klänge und der schnitzelbänkige Humor auch in die Kirche.
Also lassen wir Konfetti regnen und die Musik spielen – der Romanshorner Umzug tanzt am Sonntag durch die Strassen! Deshalb sind die Allee- sowie die Bahnhofstrasse und der Hueber Rebgarten am Sonntag von 12 bis 18 Uhr gesperrt und es gilt Parkverbot. Antinarren mögen das Gebiet grossräumig meiden – alle Fest- und Fasnachtsfreudigen sind herzlich willkommen!
Stöff Sutter
14.14 Uhr
Umzugsroute
Coop−Alleestrasse–Bahnhofstrasse–Hueber Rebgarten−Hubzelg
Einzelauftritte der Guggen
Parkplatz Migros, nach dem Umzug
15.30 «Romis Näbel Horner»
15.50 «Kookaburra»
16.10 «Buchtäfäger»
16.30 «Glöggli Clique»





