Öffentliches Podium mit den Gemeinderatskandidaten Salmsach
19.02.2026 Politik, SalmsachAm 8. März 2026 findet der zweite Wahlgang für ein Ersatzmitglied des Gemeinderates statt, nachdem am 30. November 2025 keiner der Kandidaten das absolute Mehr an Stimmen erhielt. Zur Wahl stellen sich die bisherigen Kandidierenden Janine Inauen und Luciano Chiummariello sowie neu Matthias Füchslin.
Am öffentlichen Podium im Singsaal Bergli stellten sich die drei Kandidierenden für die restliche Amtszeit bis Ende Mai 2027 vor. Walter Schumacher vom Gemeindeverein Salmsach befragte sie zur Motivation, politischen Orientierung, Visionen für Salmsach usw. Auch das Publikum konnte Fragen und Anregungen vorbringen. Die Gespräche gingen nach der Veranstaltung weiter. Erfreulich viele jüngere Stimmberechtigte waren anwesend.
Die Kandidierenden
Luciano Chiumarello, 55, zog vor 15 Jahren wegen des Baus seines Hauses in die Gemeinde, in der er verwurzelt ist (Mitglied der Baukommission Gebäude Salmsacher Bucht) und wo er sich daheim fühle mit seiner Familie, den Nachbarn und dem Zusammenhalt im Dorf. Das Amt als Gemeinderat könnte er gut mit seiner beruflichen Selbstständigkeit als Informatiker vereinbaren. Politik würde er sachlich, pragmatisch angehen, auch andere Meinungen gelten lassen und Kritik als Chance ansehen. Bei der gegenwärtigen Weltpolitik sei er skeptisch, aber im Dorf könne man noch etwas bewirken. Für sich sähe er das Ressort Umwelt und Landwirtschaft oder Kultur und Freizeit.
Janine Inauen, 38, lebt mit ihrer Familie seit acht Jahren in Salmsach und arbeitet Teilzeit als Klassenassistenz in Arbon. Salmsach erlebe sie als starke, lebendige Gemeinde, in der sie gerne mitrede und Verantwortung übernehme, auch als Vorstandsmitglied des Frauenvereins. Für sich sähe sie das Ressort Umwelt und Landwirtschaft oder Kultur und Freizeit. Politisch ordne sie sich bei der SVP ein. Als Teilzeit-Berufstätige fände sie die notwendige Zeit für die Aufgaben einer Gemeinderätin. Sie finde es wichtig, dass auch Frauen in der Politik mitreden und entscheiden können. Sie arbeite gerne im Team.
Matthias Füchslin, 27, ist verheiratet und lebt seit drei Jahren in Salmsach. Der Bauingenieur hat Führungserfahrung aus dem Militär. Er wuchs in Romanshorn auf und findet daher auch die Zusammenarbeit der Gemeinden positiv, wie zum Beispiel in der Sekundarschule. In Salmsach findet er neue Entwicklungen wie das «Aachhuus» cool. Er hinterfrage neue Entwicklungen, aber auch, ob man Bestehendes bewahren sollte. Für sich sähe er das Ressort Umwelt und Landwirtschaft oder Sicherheit und Verkehr, aber auch Finanzverwaltung und Energie. In der Politik sehe er sich eher bürgerlich oder rechts. Die Privatwirtschaft sei wichtig.
Trudi Krieg
