«State of the Union»
15.01.2026 Kolumnen, UttwilEs ist anfangs Jahr, Zeit für die Grossen dieser Welt, etwas zu sagen zur Lage der Nation, sich eigenlöblich zu streicheln. Auch für die Uttwiler Lachmöwe ist dies der Fall. Mit dem «Seespritzer» hat sie die Möglichkeit, alles Weltbewegende aus Uttwil zu kommentieren. Dabei verzichtet sie auf nebensächliche Themen wie Zolldeal, Dichtestress auf Strassen, im öV oder den Fachkräftemangel.
Zur Sache: Die Uttwiler Lachmöwe wollte es genau wissen, wie es um Uttwil und seine Bevölkerung steht. Sie beauftragte die GfO (Gesellschaft für Ornithologie) mit einer Umfrage bei acht Lachmöwenfamilien. Die repräsentative Umfrage ergab Interessantes. Die Uttwiler Zufriedenheit ist mittelmässig bis gross. Uttwils Gemeinde funktioniere. Man wisse immer, wann die Hecken zurückzuschneiden seien. Mit einem alten Bauwagen mache man endlich was für die Jungen, welche häufig vergessen gingen. Am Anlegesteg am See sei für die Kaltbader gar eine schicke Umkleide eingerichtet worden (leider nach wie vor unbeheizt!). Das gesellschaftliche Leben funktioniere dank der Vereine gut. Auf den Strassen grüsse man sich zum Teil noch mit einem Lächeln. Nachbarschaftliche Probleme gäbe es wie andernorts, dann, wenn ein Nachbar zu stark am eigenen Haag rüttelt, sein Haus erhöhen möchte oder seine Sträucher die Sicht auf den See versperren. Die Flut von Einsprachen, Rekursen und gar Beschwerden gegen Volksabstimmungen werde erschwerender fürs Zusammenleben. Positive Seite der Medaille sei, dass so auch Wertschöpfung generiert werde. Dass immer mehr gutbezahlte Jobs in geheizten Anwaltskanzleien und Amtsstuben entstünden...
Ein beschwerde- und rekursfreies 2026 wünscht
Die Lachmöwe
