Stadtbäume: Thema trifft Nerv der Zeit

  29.02.2024 Kultur&Natur, Romanshorn

Sie prägen das (Stadt-)Bild mit, sind wichtig für Mensch und Natur: Der Landschaftsarchitekt Marcel Metzger begeisterte beim Vogel/Naturschutz gegen 80 Besucher mit Bildern (von Romanshorner Stadtbäumen) und Informationen.

Sie stehen einzeln oder in Gruppen, auf öffentlichem und privatem Grund. Mit ihrem Dasein prägen sie das Landschaftsbild, sind identitätsstiftend und wesentlich für die Natur. Gemeint sind Stadtbäume: «Sie binden CO2, produzieren Sauerstoff, wirken kühlend und als Filter, sind biodiverse Hotsports und dienen uns zur Erholung. Gleichzeitig können sie Risiken bergen, weil sie auch Schäden an Mensch und Material verursachen können und bei der Pflege Kosten verursachen», zeigte Marcel Metzger an der Jahresversammlung des Vogel/ Naturschutzes Romanshorn auf.

Alle können mithelfen
Klar seien in Städten auch Raumkonflikte auszumachen – wenn etwa Siedlungsverdichtung und Bautätigkeiten sowie neue Verkehrsflächen auf die Bedürfnisse von Bäumen träfen. Bäume seien gestresst durch versiegelte Flächen, mangelndes Wasser, zu kleine Wurzelräume und durch Schadstoffe. Ganz zu schweigen von der zunehmenden Klima-Erwärmung: «Darum nehmen Städte sogenannte Klimabäume zunehmend mit hinein in ihre Planungen. Wichtig: Es braucht Baumartenvielfalt, das Bewahren von alten Bäumen und solche mit hohem Biodiversitätswert. Stichworte dazu können sein: Warum nicht eine Pflanzungspflicht und eine Fällbewilligungspflicht festlegen? Und damit wir als Gemeinschaft weiterkommen, sind Öffentlichkeit und Private, Industriebetriebe und Landwirtschaft allesamt in die Verantwortung zu nehmen. Denn Bäume lassen sich fast überall bewahren und neu pflanzen und helfen überall dem (Mikro-)Klima.»

Markus Bösch

 


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