Bundesfeier in Kesswil mit Bundesrat Albert Rösti
05.08.2024 Politik, UttwilKesswil, Dozwil und Uttwil feierten traditionsgemäss am 31. Juli den Geburtstag der Schweiz gemeinsam, diesmal im Zelt auf der Badewiese in Kesswil. Dass über 800 Gäste ins Zelt strömten, war auch dem Gastredner Bundesrat Albert Rösti zu verdanken. Walter Knöpfli hatte den prominenten Gast dank seiner Beziehungen ans Bodenseeufer eingeladen.
Die Geburtstagsfeier zu der sich die drei Gemeinden Kesswil, Dozwil, Uttwil zusammenschlossen, sei symbolisch für das Dreierbündnis, mit welchem der Grundstein für die Eidgenossenschaft gelegt wurde, sagte Rolf Steiger, Gemeindepräsident von Kesswil, bei der Begrüssung der grossen Festgemeinde und überliess dann das Rednerpult dem prominenten Gast.
Die Schweiz sei ein Sonderfall der Freiheit, sagte Bundesrat Albert Rösti. Nach Streifzügen durch die Geschichte betonte Rösti besonders die Verfassungsrevision vor 150 Jahren, bei welcher das fakultative Referendum eingeführt wurde. Damit können die Bürgerinnen und Bürger bei Sachfragen mitbestimmen und behalten so das letzte Wort: «Wenn die Leute anderswo auf die Strasse gehen und demonstrieren, können sie hier zur Urne schreiten.»
Echt schweizerisch bereicherten der Musikverein Uttwil, die Seebuebe Altnau und das Alphorntrio Egnach samt Fahnenschwinger mit ihren Darbietungen den Abend. Draussen wurde Rösti gebraten und Würste grilliert. Auch das Wetter lieferte Action. Mit ersten Tropfen einsetzend steigerte sich das Gewitter orkanartig und ebbte gegen Ende der Feier wieder ab.
Bundesrat Rösti gab sich volksnah, schüttelte Hände von Bekannten und Unbekannten und sang zusammen mit Frau Theres und Gefolge kräftig mit beim Thurgauerlied. Mit Applaus wurde er empfangen, in seiner Rede bekräftigt und zuletzt verabschiedet. An einem nicht bekannt gegebenen Ort enthob der Helikopter Albert Rösti und trug ihn zur nächsten Festgemeinde im bernischen Wilderswil. Vielleicht nimmt er als Thema nebst der Bekämpfung von Wolf und Biber auch diejenige der giftigen Blaualgen, welche sich am Bodenseeufer anzusiedeln beginnen, mit ins Bundeshaus.
Trudi Krieg