Schlichte Bundesfeier in Romanshorn
05.08.2024 Politik, RomanshornStadtpräsident Roger Martin und Regierungsrat Urs Martin sprachen über die heutigen sicheren Werte der Schweiz, die Veränderungen in Europa und in der Welt.
An der Bundesfeier vom 1. August in der katholischen Kirche Romanshorn begrüsste Stadtpräsident Roger Martin den Regierungsrat Urs Martin, Behörden und Bewohner aus Romanshorn. Die Klimaveränderungen, der kommende «Kalte Krieg» und die polarisierende Gesellschaft seien einige der heutigen Probleme. Es brauche Toleranz und Akzeptanz in unserer Gesellschaft. Er wünsche Achtsamkeit und gegenseitigen Respekt bei der Bevölkerung in Romanshorn.
Thurgauer Herausforderungen und Weltgeschehen
Regierungsrat Urs Martin freute sich, diesmal in seiner Wohngemeinde eine 1.-August-Ansprache zu halten. Nach seinen beruflichen Stationen in Bern wohne er seit 2010 in der Hafenstadt Romanshorn. Er sprach über die Aufgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden im Bauwesen, in der Gesundheitsversorgung und in der Finanzierung neuer Projekte.
«Beim Bund sind die finanzpolitischen Herausforderungen im Moment am grössten und unsere Bundesfinanzministerin ist nicht zu beneiden. Sie muss Sparpaket um Sparpaket schnüren, um den Vorgaben der Schuldenbremse nachzukommen und gleichzeitig die Schulden der Pandemie wieder abzubauen. Auch in den Thurgauer Gemeinden gibt es zahlreiche finanzielle Knacknüsse», sagte Urs Martin.
«Wir erleben im Moment ein turbulentes Weltgeschehen. Es herrscht seit dem 24. Februar 2022 Krieg auf dem europäischen Kontinent. Die Spannungen zwischen China und den USA nehmen zu. In den USA ist das politische Führungspersonal überaltert, was nicht gerade vertrauenserweckend ist. Die Lage im Nahen Osten ist immer in Eskalation begriffen. Europa findet über die Bewirtschaftung der Bürokratie hinaus zu wenig gemeinsame Nenner, um geschlossen aufzutreten. Ausserdem steckt die Schweiz mit der EU in schwierigen Verhandlungen – Ausgang ungewiss.
Angesichts der anspruchsvollen Umstände bietet der heutige Nationalfeiertag Anlass dafür, auf die Errungenschaften unseres Landes zu blicken.»
Andreas von Bergen