Stärkung der Artenvielfalt
11.09.2024 Kultur&Natur, RomanshornAm Montagabend zeigten Jürg Marolf, Marco Bertschinger und Gaby Zimmermann mit eindrücklichen Bildern auf, was Lebensvielfalt zu Land und im Wasser bedeutet, wo sie bedroht ist und wie jeder und jede sie schützen kann.
Biodiversität umfasst die Vielfalt der Arten, der Lebensräume und die Vielfalt der Gene. Dass diese gefährdet ist, zeigen die Zahlen überaus deutlich: «Von den 11ʾ000 bewerteten Arten in der Schweiz sind über ein Drittel gefährdet, bei den beurteilen 167 Lebensräumen ist es fast die Hälfte. Wenn die Artenvielfalt in der Krise ist, sind viele Ökosystemleistungen bedroht. Und Nichthandeln ist letztlich um ein Vielfaches teurer als die notwendigen Mittel jetzt einzusetzen», machte Marco Bertschinger klar. Er informierte in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Vogel- und Naturschutzes Romanshorn und Umgebung.
Stille Katastrophe auch im Wasser
Auch in den Gewässern, in den Lebensräumen See, Fluss und Bach macht sich der Artenschwund bemerkbar: «Zwei Drittel der Fische sind bedroht. Vor allem die Wassertemperaturen und das rasche Auf und Ab derselben macht diesen Lebewesen genauso wie den Wasserinsekten das (Über-)Leben schwer. Die Energiegewinnung, sprich Wasserkraft, spielt oft eine Rolle, genauso wie zunehmende Versiegelung der Böden und der damit raschere Abfluss des Wassers», sagte Jürg Marolf, der mit seinen Erfahrungen als Fischer aus dem Vollen schöpfen konnte.
Letztlich gehe es bei dieser Abstimmung vor allem darum, die Qualität auf bestehenden artenreichen Flächen zu erhöhen. Und selbstverständlich seien neben der Landwirtschaft auch und genauso die Bereiche Verkehr und Siedlungsraum gefordert. Zum Beispiel bei der Gestaltung der Privatgärten und öffentlichen Anlagen. Damit die Biodiversität gestärkt werden kann, waren sich Zimmermann, Bertschinger und Marolf einig.
Markus Bösch