Museumslandschaft Oberthurgau
03.04.2025 Kultur&Natur, RomanshornZum 4. Mal wird an diesem Sonntag der Oberthurgauer Museumstag durchgeführt. Elf Museen in Romanshorn, Arbon und Amriswil laden zum Besuch ein. Junge unter 16 Jahren bezahlen keinen, Erwachsene nur den halben Eintritt. Von Museum zu Museum führt ein Bus die Besucherinnen und Besucher. Dieser Bus ist gratis.
Zahlreiche Romanshornerinnen und Romanshorner wissen zwar um das Museum am Hafen, das Locorama und den Autobau, aber sie haben diese Museen noch nie von innen gesehen. Der Museumstag ist eine gute Gelegenheit, eine Wissenslücke zu füllen. Das Museum am Hafen zeigt die Verkehrsgeschichte von Romanshorn von 1850 bis heute. Eine Sonderausstellung beleuchtet die 170-jährige Geschichte der Schweizer Bodensee-Schifffahrt.
Lokomotiven – Rennwagen – Kunst und Most
Auch im Locorama geht es um den Verkehr. In der Eisenbahn-Erlebniswelt stehen zahlreiche historische Lokomotiven und Wagen. Ausserdem locken Bahnhofsrundfahrten und der Loksimulator.
Um das beliebteste Verkehrsmittel geht es im Autobau. Da werden spektakuläre Strassensportwagen, Rennautos sowie Klassiker und Oldtimer gezeigt.
Drei Museen und eine Kunstsammlung
Nyffenegger zum Besuch. Das Historische Museum im Schloss Arbon kann auf eine 50-jährige Geschichte zurückblicken. In einer Sonderausstellung werden darum unter dem Titel «Gut Ding will Weile haben» 50 besondere Objekte aus dem reichhaltigen Depot der Museumsgesellschaft gezeigt und beschrieben, das Doppel-Ochsenjoch aus dem 19. Jahrhundert oder eine der ersten Wärmepumpen der Firma Saurer Wärmetechnik AG.
Das MoMö ist Mostindiens Nationalmuseum. Es zeigt die Geschichte und Prozesse hinter dem traditionellen Thurgauer Saftgetränk. Um 10 und 13 Uhr wird auch eine Mostereiführung angeboten. Führungen und Demonstrationen gibt es auch im Saurer-Museum. Zu jeder vollen Stunde stehen die verschiedensten Fahrzeuge im Vodergrund und immer am «Halbi» die Web- und Stickmaschinen.
Zeitreise Schule – Kutschen −Korbflechten
Die vier Amriswiler Museen haben je einen ganz klaren Fokus. Das Schulmuseum bietet eine Zeitreise durch die Entwicklung der Schule im alten Schulhaus Mühlebach. In der Sallmann’schen Kutschensammlung sind neben Postkutschen auch herrschaftliche Wagen und auch ein Krankenwagen aus Romanshorn zu sehen.
Im 1538 erbauten Bohlenständerhaus ist auch ein Webkeller untergebracht. Am Museumstag wird ein altes Handwerk zu neuem Leben erweckt, Korbflechten aus Weidenzweigen. Die Entwicklung vom Bauerndorf zur Industrie- und Dienstleistungsstadt ist das Thema des Ortsmuseums.
Peter Gubser