Was 2000 Kinder und Jugendliche nach Romanshorn bringt
16.04.2026 Kultur&Natur, RomanshornEin Datum, das junge Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Schweiz im Kalender anstreichen, rückt näher: Über Auffahrt findet zum 10. Mal das Schweizer Kinder- und Jungendchorfestival (SKJF) statt. Über 2000 Kinder und Jugendliche reisen dafür an den Bodensee. Während dreier Tage wird die Hafenstadt zur Hochburg der Schweizer Chorszene. Was ein Anlass dieser Grössenordnung in Romanshorn bedeutet, warum sich die OK-Präsidentin für den Standort einsetzte und was das Festival aussergewöhnlich macht.
Romanshorn reiht sich neben grossen Städten wie Lausanne, Winterthur und St. Gallen als Gastgeberin für das Schweizer Kinder- und Jugendchorfestival (SKJF) ein. Damit findet die zehnte Ausgabe des Festivals am Bodensee statt. Konkret bedeutet das SKJF: 50 Jugendchöre aus allen Sprachregionen an einem Ort und 35 Konzerte innert dreier Tage. Am Donnerstag, 14. Mai, reisen die Chöre an und lassen die Stadt für drei Tage an der Seepromenade, auf Schiffen, in Kirchen und im EZO erklingen. Neben Workshops für die Teilnehmenden bietet das Festival Raum für Begegnung, Zuhören, Vernetzung und Feiern.
Warum die Hafenstadt Gastgeberin ist
Die treibende Kraft dieses Festivals ist die OK-Präsidentin, Primarlehrerin und Leiterin der Singschule Romanshorn, Lena Schönewald. Mit viel Überzeugung und Herz setzte sich für die Seestadt als den Standort ein. «Romanshorn hat eine unglaublich schöne, wenngleich unterschätzte Lage und ein grosses Potenzial, das durch diesen Grossanlass sichtbar werden kann», sagt Schönewald. Schlagende Argumente für die Hafenstadt als Gastgeberin waren das EZO als Festivalzentrum, die Kirchen sowie der Schiffsbetrieb als Konzertorte und die zahlreichen Turnhallen in und um Romanshorn als Schlafplätze für die Teilnehmenden.
Die Motoren des Festivals
Für 2000 Teilnehmende braucht es 15’000 Mahlzeiten und rund 20 Turnhallen als Unterkünfte. Am Samstag gibt es im Rahmen des Festivals ein Singplauschkonzert mit 500 zusätzlichen Kindern unter zwölf Jahren aus der ganzen Schweiz. Um das möglich zu machen, braucht es viele Mitwirkende: vom Engagement des lokalen OK über Eltern von Chorkindern, Schulen, Kirchen und lokale Betriebe bis hin zur örtlichen Politik und den Sicherheitsorganisationen wie Feuerwehr, Sanität und Polizei.
«Es hat mich besonders gefreut und berührt, die Unterstützung und Kooperation vieler dieser Institutionen zu erfahren. Schliesslich bedeutete es auch enorm viele Stunden Zeitaufwand, bis jedes notwendige Konzept verfasst und jedes organisatorische Detail abgesichert war», sagt Lena Schönewald. Das lokale OK arbeitet seit über einem Jahr auf diesen Anlass hin.
Die Vision steht
Lena Schönewald hat ein klares Ziel: Das Festival soll Einheimische, Gäste und junge Singende aus der ganzen Schweiz verbinden und dabei zweierlei sichtbar machen: die wunderschöne Lage von Romanshorn sowie die Lebensfreude und Qualität der Schweizer Kinder- und Jugendchorszene. Was das SKJF besonders macht, zeigt sich auch im Umgang mit den Chören: Jeder Auftritt erhält die gleiche Wertschätzung, unabhängig von Grösse oder Erfahrung. Für jede Darbietung wird geklatscht, egal wie gross oder klein der Chor ist.
OK Schweizer Kinder- und Jungendchorfestival (SKJF)


