Bücher sind mehr als Lesestoff

  29.04.2026 Schule&Bildung, Romanshorn

Die Zahlen der Bibliothek sind beeindruckend: 51’600-mal wurden Medien ausgeliehen, 893 zahlende und 490 Kinderkonten machen den Mitgliederstand aus. An der Jahresversammlung gab es mit Peter Denlo ein Novum. Er las aus seinem Buch «Zungentod – ein Burmakrimi» und kochte mit und für die Besucherinnen und Besucher.

Es macht sich bezahlt, dass die Bibliothek auf vielfältige Weise präsent ist – sei es mit Buchstart- und «Gschichteziit», mit Buchschrank im Seebad, Besuchen in den Heimen und Auftritten an der Spielstrasse und an den Kulturtagen: «Da sind wir als Team (und als Vorstand) immer wieder gefordert. Doch es macht viel Freude, mit unseren Buch- und Leseangeboten jedes Alter begeistern zu können. Und letztlich geben uns auch die Zahlen recht: Wir haben 893 zahlende Kunden und 490 Kinderkonten. Sie alle haben im vergangenen Jahr 51’600 Ausleihen – physisch und digital – getätigt. Das Besondere in diesem Jahr ist der kantonsweite Lesewettbewerb, wo Gruppen von 3 bis 15 Leuten eingeladen werden, während 30 Tagen 20 Minuten zu lesen. Informationen auf www.buchauf.ch», erzählen die Leiterin Tanja Bühler und die Präsidentin Sandra Randegger an der Jahresversammlung.

Unterstützt und ausgeglichen
Getragen wird die Gemeindebibliothek zur Hälfte von der Stadt. Die Mitgliederbeiträge machen etwas mehr als einen Viertel der Einnahmen aus. Der Rest verteilt sich auf die Sekundarschule und die umliegenden Gemeinden. Gebraucht werden die Gelder für Medien, Unterhalt und Löhne.

Sowohl die Rechnung als auch das Budget schliessen fast ausgeglichen ab.

Wie Buchinhalte schmecken können
Die traditionelle Lesung an der Jahresversammlung wird diesmal zu einem Höhepunkt. Peter Denlo entpuppt sich als schauspielernder, wortgewandter, witziger und kochender Autor. Er liest aus seinem bislang einzigen Roman «Zungentod – ein Burmakrimi» − für weitere Bücher brauche er viel Zeit, wie während Corona, merkt er an – geschrieben hat er bis anhin an die hundert Theaterstücke, die allesamt an schweizweiten Dinnerkrimis präsentiert werden.

Dann nimmt er die Zuhörenden mit auf eine Reise durch Länder und Kontinente. Alle sind gefesselt von der «Mordsgeschichte», von seinen Begegnungen in Burma, seiner politischen Stellungnahme – und dann von seinen Kochkünsten: Gekonnt unterstützt von einem Besucher, kreiert er einen besonderen Tofu und einen Fleischsalat. Und während sich asiatische Düfte in der Bibliothek ausbreiten, liest er noch einmal vor und man spürt seine Begeisterung für das beschriebene Land und seine Menschen.

Markus Bösch


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