Arbeitslosenquote bleibt unverändert

  06.10.2026 Wirtschaft

Die Arbeitslosenquote verharrt im September bei 2,2%. Die Zahl der Arbeitslosen ist leicht gestiegen, während die Zahl der gemeldeten offenen Stellen deutlich zunahm.

Ende September waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) insgesamt 3558 Personen als arbeitslos gemeldet. Das sind 54 mehr als im August. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 2,2%. Die Stellensuchendenquote zeigt sich mit 4,5% ebenfalls unverändert. Insgesamt waren 7155 Personen als stellensuchend registriert, 28 mehr als im Vormonat.

Arbeitslosigkeit im Gesundheits- und Sozialwesen steigt 
Einen saisonalen Rückgang verzeichnet das Baugewerbe (−13). Weniger Arbeitslose gab es auch in der Kunst, Unterhaltung und Erholung (−11), bei den sonstigen Dienstleistungen (−11) sowie bei Glas, Keramik und Zementwaren (−10). In diesen Branchen lag die Arbeitslosigkeit ebenfalls unter dem Vorjahresstand. Weitere Rückgänge verzeichneten das Grundstücks- und Wohnungswesen (−8), die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (−6) sowie die Informatik (−6). 

Deutlich zugenommen hat die Arbeitslosigkeit hingegen im Gesundheits- und Sozialwesen (+55). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit während der Sommermonate lässt sich im Wesentlichen auf saisonale Effekte wie Ausbildungsabschlüsse zurückführen. Ebenfalls deutlich mehr Arbeitslose gab es in der Metallerzeugung und bei Metallerzeugnissen (+26). Auch der Detailhandel (+16), in der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung (+9) und in der Elektrotechnik, Elektronik, Optik (+6) nahm die Zahl arbeitslosen Personen zu. Gleichzeitig hat sich die Nachfrage nach Arbeitskräften im September erhöht. Insgesamt waren 1824 offene Stellen gemeldet. Das sind 236 mehr als im Vormonat.

Schweizer Wirtschaft entwickelt sich besser als erwartet 
Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft haben sich verbessert. Das KOF-Institut hat seine Wachstumsprognose für 2026 auf 1,9 Prozent erhöht. Für 2027 und 2028 wird jeweils ein Wachstum von 1,7 Prozent erwartet. Zum positiven Ergebnis trägt insbesondere das starke erste Halbjahr 2026 bei. Die Exporte, vor allem aus der Pharmaindustrie, stützten die Wirtschaft deutlich. Auch der private Konsum sowie die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich positiv. 

Positives Signal
Die positive Entwicklung zeigt sich auch bei den Unternehmen im Thurgau. Die Voranmeldungen zur Kurzarbeit sind auf den tiefsten Stand des Jahres gesunken. Im September meldeten noch fünf Betriebe für insgesamt 54 Mitarbeitende Kurzarbeit an. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 5 Betriebe und 305 Mitarbeitende. Die Entwicklung ist ein positives Signal und zeigt, dass sich die Thurgauer Unternehmen trotz der weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen robust entwickeln.

Die höheren verfügbaren Einkommen stärken die Konsumausgaben der Haushalte. Von den verbesserten wirtschaftlichen Aussichten in Europa profitiert zudem die Schweizer Exportwirtschaft. Gleichzeitig belasten die US-Zölle, die hohen Energiepreise und die geopolitische Unsicherheit die Wirtschaft. Insgesamt rechnet das KOF-Institut jedoch mit einer moderaten und stabilen Entwicklung der Schweizer Wirtschaft.

Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau
 


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