Thurgauer Arbeitsmarkt zeigt sich stabil

  04.06.2026 Wirtschaft

Die Arbeitslosenquote im Kanton Thurgau verharrt im Mai unverändert bei 2,3%. Die Zahl der offenen Stellen ist leicht rückläufig. Trotz des schwierigen geo- und wirtschaftspolitischen Umfelds überwiegt in der Thurgauer Wirtschaft die Zuversicht.

Die Zahl der bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) angemeldeten Arbeitslosen sinkt gegenüber dem Vormonat um 67 auf 3586 Personen. Damit bleibt die Arbeitslosenquote im Mai im Kanton Thurgau unverändert bei 2,3%. Der Bezirk Arbon ist stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als die übrigen Thurgauer Regionen. Insgesamt waren 1039 Personen im Mai als arbeitslos gemeldet.

Weniger Stellensuchende und sinkende Zahl offener Stellen
Die Stellensuchendenquote sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 %. Waren es im April noch 7105 Stellensuchende, reduziert sich die Zahl im Mai auf 6986, was einem Rückgang von 119 Personen entspricht. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen geht erneut zurück und sinkt um 78 auf neu 1696.

Steigende Nachfrage im Bau- und Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen
Bei den Branchen zeigt sich ein saisonaler Trend. Rückgänge verzeichnen das Baugewerbe (–29) und das Gastgewerbe (–18), was typisch für diese Jahreszeit ist. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen (–19) nimmt die Arbeitslosigkeit ab. Die Arbeitslosigkeit in der Erziehung und Unterricht (+8), im Grosshandel (+8) sowie in der Information und Kommunikation (+7) nimmt zu. Eine leichte Zunahme gibt es ausserdem bei den Voranmeldungen zur Kurzarbeit: Im Mai meldeten 18 Betriebe für 336 Mitarbeitende Kurzarbeit an.

Thurgauer Wirtschaft blickt verhalten optimistisch in die Zukunft
Die Thurgauer Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage mehrheitlich gut oder befriedigend. Während sich die Industrie leicht erholt, läuft die Bauwirtschaft auf Hochtouren. Zwei von drei Baubetrieben meldeten eine gute Geschäftslage und sind zuversichtlich für die nächsten Monate. Eine befriedigende Geschäftslage melden die Unternehmen des Detailhandels. Sie erwarten keine Veränderung in den nächsten Monaten. Die Industriebetriebe gehen davon aus, dass sich ihre Geschäftslage bis im Herbst bessern wird. Nach wie vor ist in vielen Industriebetrieben die Nachfrage ungenügend. Im Baugewerbe herrscht ein Fachkräftemangel.

Wirtschaftlicher Aufschwung weiterhin getrübt
Die anhaltende internationale Unsicherheit, namentlich der Krieg im Nahen und Mittleren Osten mit seinen Auswirkungen auf die Energiepreise und Lieferketten sowie der starke Schweizer Franken und die angespannte Wirtschaftslage in Deutschland, dämpfen die Konjunktur. Die weiteren Aussichten bleiben deshalb ungewiss und sind weiterhin stark von den globalen Entwicklungen abhängig.

Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau


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