«Auf eigene Energiequellen setzen»

  24.06.2022 Wirtschaft

346 kamen an die GV der Genossenschaft EW. Geschäftsführer Joh van der Bie informierte über die Ziele und Pläne in der Strom- und Wasserversorgung in den kommenden Jahrzehnten. Sie sind nicht ohne und kosten Millionen.

Erfreuliches Bild am Montagabend, 13. Juni: 346 Personen – davon 224 stimmberechtigt − kamen am Montagabend an die GV der Genossenschaft EW, geleitet von VR-Präsident Jakob Küng. Genauso erfreulich die Abwicklung der Geschäfte, die allesamt abgesegnet wurden. Indes sind die Herausforderungen der Zukunft gross: «Es läuft die Energiewende, der Umbau von fossil zu elektrisch, die Verbreitung der Quagga-Muschel verlangt nach Massnahmen. Die Strompreise steigen und werden es weiter tun und über allem stellt sich auch die Frage, ob es gelingt, Prinzipien über den Komfort zu stellen», nahm Küng Bezug auf das vergangene und laufende Jahr.

Es braucht Massnahmen
Geschäftsführer Joh van der Bie zeigte mit eindrücklichen Statistiken auf, wohin die Reise gehen wird: «Die Entwicklung und der Einfluss von Photovoltaikanlagen und der Elektromobilität fordern heraus in Bezug auf die Netzlast und verlangen nach entsprechenden Massnahmen. Zum Beispiel wird die Frage nach Speichermöglichkeiten, also dem Einsatz von verschiedenen Batterien, zunehmend an Bedeutung gewinnen, und es wird der Gebrauch und der Einsatz der Elektromobilität gemanagt werden müssen. Smart-Metering ist für uns ein wichtiges Thema. Im Bereich des Wassers ist die Generelle Wasserversorgungsplanung, GVP 2021, aufgegleist. Und die Realisierung einer dauerhaften Lösung im Kampf gegen die Quagga-Muschel wird uns die kommenden Jahre sicher beschäftigen. Insgesamt rechen wir für die kommenden 15 Jahre mit Investitionen von 40−46 Millionen Franken.»

Im Plus
Auch für das Jahr 2021 rechnet das EW Romanshorn mit einem ansehnlichen Plus in der Rechnung: Bei einem betrieblichen Ertrag von 15ʼ666ʼ355 Franken schliesst sie mit einem Gewinn von 528’938 Franken ab. Miteingerechnet in die Rechnung ist auch der Energie- und Effizienzfonds, der seit 2010 besteht und aus dem bis jetzt Fördergelder in Höhe von 970ʼ000 Franken gesprochen worden sind.

Verschiedene Genossenschafter benutzten die Gelegenheit, konkret nachzufragen: Ob bald auch Batterien für PV-Anlagen unterstützt werden, inwieweit Angebote für Solaranlagen für Mieter geschaffen werden können und ob das EW (evtl. zusammen mit der Stadt) im Rahmen der Bahnhofplatzplanung eine Ladestation für E-Bikes schaffen könnte.

Markus Bösch
 


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