AVR: UpperThurgau hat noch Potenzial
07.05.2026 Wirtschaft, RomanshornDer Oberthurgau – neu UpperThurgau – muss sich weiterentwickeln, um mithalten zu können. Das momentan schwierige Umfeld fordert die Unternehmen.
Fredy Lienhard eröffnete die 106. GV der Arbeitgebervereinigung Region Romanshorn (AVR) am 29. April in der Autobau-Erlebniswelt. 66 Teilnehmende aus 34 Firmen hatten sich versammelt, um über die wirtschaftliche Zukunft der Region zu diskutieren.
Der Präsident der AVR, Andrea Roth, erinnerte an die Herausforderungen des Oberthurgaus: Abhängigkeit von USA, Zölle, Konflikte, gestörte Lieferketten sowie der starke Franken. Zudem sei der Marktzugang in Europa und den USA erschwert. Im Kanton Thurgau laure die Gefahr, dass Firmen im nahen Ausland produzieren.
Dann folgten die Wahlen der Mitglieder. Alex Itten trat nach jahrelangem engagiertem Wirken aus dem Vorstand zurück. Ersetzt wurde er durch Lynn Burkhard, die Co-Geschäftsleiterin der Baufirma Stutz AG. Jahresrechnung und Budget wurden einstimmig angenommen.
Strukturen und Wissenstransfer verbessern
Gilbert Piaser, Geschäftsführer oberthurgau.ch, stellte die neue Plattform upperturgau.com vor. In unserer Region hinke die Entwicklung der Beschäftigung im Vergleich zum Kanton hinterher. «Unser Ziel ist es, von den prognostizierten 3% bis 2045 auf 10% zu kommen», erklärte er. Dies soll durch gezielte Raumentwicklung, Vernetzung und Wissenstransfer, klare Positionierung und die Verbesserung der Strukturen erreicht werden.
Schliesslich sprach Dani Nieth, der bekannte Businesstrainer und Autor, über «Mind.Set.Match». Auf gut Deutsch: Wie können wir unsere Erwartungshaltung realistisch halten und erkennen, was wir schon haben? Nieth erklärte, dass die Menschen sich heute zu viel verglichen – Social Media – und um jeden Preis ihren Status Quo erhalten wollten, anstatt sich auf Änderungen einzulassen. Dies sei gefährlich. «Wir sind heute voller Ungeduld und meinen, alles erreichen zu können. Dies erzeugt Frust», monierte er. In den Unternehmungen sei echte Führung heute wichtiger denn je. Man müsse Leitplanken setzen, aber innerhalb dieser Freiheiten gewähren. Das seien die Bedürfnisse der Generationen Y und Z.
Elisabeth Fry
9. Mai: Lehrstelle4u im Seeparksaal in Arbon, eine Lehrstellenmesse als Pilotprojekt
22. Oktober: Oberthurgauer Wirtschafts-Meeting im Kornhaus in Romanshorn: Upper Thurgau




