Bereit, Verantwortung zu übernehmen
29.10.2026 Politik, RomanshornPodium zu den Romanshorner Stadtratswahlen: Wie ist es in der heutigen Zeit wohltuend, ein Wahlkarussell als Infopodium zu erleben und nicht als Zentrifugen-Karussell, das dazu dient, überzählige Kandidierende vom Politparkett zu schiessen. So erlebt beim Podium, das die Interpartei letzten Montag veranstaltete.
Da kamen erfreulich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger, um nebst den amtierenden Stadträten, die sich einer Wiederwahl stellen, die zwei Neukandidierenden in der Rebsamen-Aula zu erleben.
Und bei der von Markus Bösch moderierten Frage- und Vorstellungsrunde der politisch neuen Gesichter wurde eines schnell klar: die beiden lassen sich zwar neu für den Stadtrat aufstellen, sind in Romanshorn aber ebenso bekannte wie aktive Köpfe.
Jasmin Fischer, der SP zugetan, seit der Kindergartenzeit hier wohnhaft und um das Soziale der Hafenstadt bemüht, als Familienfrau mit zwei Kindern mitten im Leben stehend, als Geschäftsleitungsmitglied von Valida SG führungserfahren, als Vorstandsmitglied vom «Chinderhuus» mit der hiesigen Sozialarbeit verbunden, möchte vor allem bei der Weiterentwicklung Romanshorns aktiv mittun.
Diego Huber, partei-, aber absolut nicht farblos, ebenfalls Ur-Romanshorner, durch die KV-Lehre bei der Gemeinde mit der Hafenstadt verbunden, Vorstandsmitglied beim FCR, als Sekundarlehrer kommunikations- und entscheidungsstark, fühlt den Wunsch, sein Umfeld – also Romanshorn − mitzugestalten. Als 34-Jähriger: Wenn nicht jetzt, wann dann?
Nicht nur spürbares Wohlwollen, sondern auch Dankbarkeit
Die fundierten, sympathischen Ausführungen der Kandidierenden hinterliessen im Saal durchwegs die Erkenntnis: Wir dürfen uns in Romanshorn glücklich schätzen, stellen sich zwei so ausgewiesene Personen zur Wahl. Auch den restlichen Stadträten, die je aus ihrer Ressorts-Arbeit berichteten, brachten die Anwesenden nicht nur spürbares Wohlwollen, sondern auch ehrliche und sogar öffentlich formulierte Dankbarkeit entgegen – was heute auf dem politischen Parkett eher in die Schublade der Raritäten gehört.
Christoph Sutter
