Berührende Begegnungen im Singen
26.03.2026 Kultur&Natur, RomanshornDer Film «Melodie» erkundet die Kraft des Singens und zeigt damit pure Lebensfreunde.
Menschen unterschiedlicher Herkunft geben sich allein oder in Gemeinschaft dem Gesang hin: Singen gibt über alle Lebenslagen hinweg ein Gefühl von Kraft, Glück und Trost, es weckt Erinnerungen. Von der Tessiner Rapperin zur kurdischen Flüchtlingsfamilie, vom Frühgeborenen bis zu Menschen mit Demenz schafft Gesang Wohlbefinden – die Regisseurin Anka Schmid und die Produzentin Franziska Reck waren am Freitagabend Gäste im Kino Roxy.
«Singen begleitet uns lebenslang»
Und der mitbeteiligte Männerchor Salmsach-Langrickenbach brillierte im Film und bei den Besuchern: «Bei den Proben, beim Einsingen und beim Konzert dabei sein zu dürfen, war ganz einfach nur schön. Auf die Frage nach meinen Impulsen, diesen Film zu machen, meine ich: Ich komme aus einer singenden Familie, da haben wir zum Beispiel das Sterben meines Vaters singend begleitet. Und ich bin überzeugt: Singen begleitet uns ein Leben lang. Auch darum habe ich eine musizierende Pflegefachfrau auf der Neonatologie begleitet, genauso wie eine Klagefrau in Griechenland», erzählte Schmid und fügte an: «Es brauchte viel Zeit und Vertrauen, um die Menschen im Kloster, im Spital, im Heim, im Konzert, auf der Alp filmen zu können und zu dürfen. Und diese Begegnungen waren durchwegs berührend.»
Am Samstag, 28. März, wird der Film «Melodie» noch einmal gezeigt.
Markus Bösch


