Eine Reise bringt Unerwartetes

  13.08.2026 Brennpunkt, Uttwil

Fröhlichs in der Auszeit Teil 1

Eine Reise ins Ungewisse. Abstand gewinnen zum Alltagsleben. Überprüfen, ob das alles so noch stimmt. Das waren die Ziele von Rita und Matthias Fröhlich-Angst.

Total 24 Länder und 23’000 Kilometer in einem halben Jahr. Zwar ging es auf dieser Reise genau nicht um solche Zahlen und Topleistungen. Das Ziel von Rita und Matthias Frölich-Angst war ein Reset. Geistig, körperlich, seelisch.

Anfang November 2025 ging es los, zuerst Richtung Süden, um die warme Jahreszeit noch zu nützen und sich «anzuklimatisieren». Sie fuhren nach Frankreich, Spanien, Portugal, dann Grossbritannien und Irland; zurück auf dem Festland folgten Belgien und Holland, Skandinavien und das Baltikum. Im Süden war ihre «Stube» sehr gross, da sie viel draussen waren. Im Norden verengte sich der Raum auf 6 m2 im Van, den sie mit ihren zwei Hunden Mooi und Milo teilten. Die Temperaturen draussen sanken oft bis auf −25 Grad. Die Hunde brauchten nicht nur einen Mantel, sondern auch noch Schuhe. Eine ganz neue Erfahrung.

In Schottland wurden sie vom Schnee auf dem linken Fuss erwischt, meisterten die Herausforderung aber gut. Eher mühsam sei die Einreise nach Irland gewesen, wo die Grenzbeamten selbst nicht wussten, was für Papiere für die Hunde nötig waren.

Natur und mehr Relaxtheit
Was starke Eindrücke hinterlassen hat, waren die Weite und die Wälder des Nordens. Im Camper in der Natur abseits von menschlichen Siedlungen zu wohnen. Eins sein mit der Natur. Rita Fröhlichs Augen strahlen, wenn sie von den Polarlichtern erzählt: «Über unseren Köpfen leuchtete der Himmel in allen Farben. Magisch!» Und Matthias fügt hinzu: «Ich wurde mir der unendlichen Schönheit unseres Planeten bewusst.» Auch die Ankunft am Nordkap hat Rita beeindruckt: «Man weiss, jetzt geht es einfach nicht mehr weiter.» In Skandinavien merkten die Fröhlichs einmal mehr, dass man sich nicht dauernd unter Hochdruck setzen muss, sondern auch ein relaxteres Tempo zum Ziel führt. Regelmässige Pausen – wie in Schweden die «Fika»-Kaffeepausen – sind ein wichtiges Element für eine bessere Lebensweise.

Elisabeth Fry

Fortsetzung folgt in «Seeblick»-Ausgabe 21. August 2026


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