Kanton Thurgau erfreut über Ausbaupläne des Bundes

  29.01.2026 Brennpunkt, Romanshorn

Heute hat der Bund die Ausbaupläne von Schienen und Nationalstrassen bis 2045 vorgestellt. Darin enthalten ist die Umfahrung Amriswil Nord inklusive Anschluss Romanshorn mit Horizont 2045.

Seit über 15 Jahren plant der Kanton Thurgau die Entlastung der Ortschaften entlang der N23 und eine bessere Verkehrsanbindung des Oberthurgaus. Nun ist ein konkreter Zeithorizont für die mögliche Realisierung bekannt. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch, 28. Januar 2026, die Eckwerte für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 festgelegt. Ziel ist eine gezielte, koordinierte Weiterentwicklung von Schiene, Strasse und Agglomerationsverkehr. Dem Realisierungshorizont 2045 ist unter anderem die Umfahrung Amriswil Nord inklusive Anschluss Romanshorn zugeordnet. Die Umfahrung Weinfelden ist unter den Projekten mit Realisierungshorizont 2055. Beide Vorhaben resultierten 2024 aus der Korridorstudie N23, die das Bundesamt für Strassen (ASTRA) in enger Abstimmung mit dem Kanton Thurgau, den Regionen Mittelthurgau und Oberthurgau sowie den Gemeinden erarbeitet hatte.

«Dieser Entscheid freut uns sehr», sagt Regierungsrat Dominik Diezi, Chef des Departements für Bau und Umwelt. Die beiden Umfahrungen seien Teil einer gesamtheitlichen Verkehrslösung, inklusive mehrere Massnahmen im Bereich des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs. Verschiedene Städte, Gemeinden und Verbände hätten zusammen mit dem Kanton über mehrere Jahre auf eine Lösung hingearbeitet – unter Mitwirkung der Bevölkerung. 

Die Nationalstrasse N23 ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen im Kanton Thurgau. Ursprünglich hatte der Kanton den Ausbau in Form der Bodensee-Thurtalstrasse BTS geplant. Die Thurgauer Stimmberechtigten hatten bereits 2012 den Grundsatzentscheid (Netzbeschluss) für den Bau gefällt. Im Rahmen der Korridorstudie wurde die BTS zugunsten der Umfahrungen Amriswil (inkl. Anschluss Romanshorn) und Weinfelden abgelöst.

Der Bund wird nun bis Ende Juni 2026 eine Vernehmlassungsvorlage zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 ausarbeiten. «Mit dem heutigen Entscheid sind wir noch nicht am Ziel, haben jetzt aber eine Perspektive», sagt Diezi. Wichtig seien nun mehrheitsfähige Vorlagen, die im Falle eines Referendums auch vor dem Volk bestehen würden.

Departement für Bau und Umwelt Kanton Thurgau


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