Fünf Turmfalken beringt im Turmfalkengemach evangelisch-Romanshorn

  26.06.2026 Kultur&Natur, Romanshorn, Salmsach

Das Turmfalkenpaar brütete auch in diesem Jahr wieder in ihrem Nest im Kirchturm der evangelischen Kirche in Romanshorn. Über die die Kamera konnten sie immer wieder «besucht» werden.

Für das Beringen dürfen die kleinen Kämpfer weder zu jung noch zu alt sein. Schon um den 25. Tag herum, muss sich der Beringer vor den scharfen Krallen und dem wehrhaften Schnabel schützen. Mit vier Wochen sind sie dann richtig rebellisch. Und sie beissen zu, aber unter drei Wochen ist das erträglich.

Zur Zeit der Beringung machen die etwa 14−16 Tage alten Turmfalken gerade die zweite Mauser durch. Die ersten sieben, acht Tage schmückt sie ein Flaum aus weissen Dunen. Der wird bei der ersten Mauser gegen graue, fein verzweigte Dunen getauscht. Und gerade jetzt zeigt sich bereits das braune Jugendgefieder.

Individuelle Identifikationsmarke
Der metallische Ring mit Gravur wird von der Vogelwarte Sempach an die Beringer verschickt und ist eine individuelle Identifikationsmarke. Der Ring gibt Auskunft über Geburtsjahr und -ort. Sie wurden auch alle fünf noch vermessen und gewogen. Die Flügellängen sind zwischen 8,5 und 11,6cm, das Gewicht zwischen 155und 215 Gramm. Fein säuberlich werden die Daten eingetragen und auch vermerkt, dass das erste Ei am 27. April gelegt wurde und das erste Küken am 29. Mai geschlüpft ist.

Edith Lengacher organisiert dieses Zusammentreffen jedes Jahr. Der Beringer Heiko Hörster macht diesen fachkundigen Dienst in freiwilliger Arbeit. Er beringt auch andere Vogelarten wie z. B. Schleiereulen, und die Kirchgemeinde kann von seinem grossen Wissen profitieren.

Bald sind die Turmfalken flügge. Wer sie noch besuchen möchte: Livestream

Evangelische Kirchgemeinde Romanshorn-Salmsach

 


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