Gemeinsam unterwegs sein

  29.01.2026 Kirchen, Uttwil , Salmsach, Romanshorn

Nach nunmehr sechseinhalb Jahren wird Anne Zorell Gross pensioniert: die bald ehemalige Gemeindeleiterin der katholischen Pfarrei St. Johannes blickt gern auf Erfahrungen mit den Menschen zurück.

Nach insgesamt 30 Jahren im Thurgau verlässt Anne Zorell Gross jetzt auch Romanshorn und den Thurgau. Sie wird pensioniert, freut sich auf eine «neue» Zukunft und schaut ebenso gern zurück: «Das Miteinander war mir von Anfang an wichtig. Vor allem mit einem Team gemeinsam unterwegs sein zu können. Und das zeigte sich auch in verschiedenen Veranstaltungen – zum Beispiel bei den Fasnachtsgottesdiensten, die ich mit Andi Pfiffner (und den ‹Romis Näbel-Hornern›) gestalten durfte. Dazu gehört ganz explizit auch die Prozession am Bettag, die getragen wird von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Romanshorn und die die gute Zusammenarbeit der Kirchen und Gemeinden vor Ort zeigt. Auch der ‹internationale Schöpfungstag›, den wir mit Partnerkirchen aus Deutschland und Österreich gefeiert haben, war eine gute Erfahrung. Und selbstverständlich bleiben mir all die Feiern entlang des Kirchenjahrs und der Traditionen in guter Erinnerung», sagt sie.

Kirche lebt vom Engagement
Ihr sei in diesen Jahren wichtig gewesen, zu den Menschen zu gehen, dass die Kirche zu den Menschen geht – schön zu sehen bei der erwähnten Prozession am Bettag, oder mit einem Stand am «Lenz», am Jahrmarkt, dem Rosenverkauf während der Fastenaktion und den Friedenslichtfeiern mitten in der Stadt. Und die umgekehrte Richtung stimme natürlich auch: «Ich habe oft erlebt, dass viele Menschen gern Verantwortung übernehmen, dass Gruppierungen innerhalb der Pfarrei selbstständig unterwegs sind und auch neue Ideen einbringen. Und ich erlebe, dass das Wichtigste, die Nachbarschaftshilfe, an vielen Orten gut funktioniert.»

Nichtsdestotrotz brauche es hie und da neue Kräfte, Menschen, die in den Räten Verantwortung übernehmen und zum Beispiel auch beim Mittagstisch. Und es brauche neue Ideen, wie die Kontinuität zwischen Kindern und Erwachsenen weiterentwickelt, wie Jugendliche und junge Erwachsene eingebunden werden können. Gerade auch in einer Zeit der vermehrten Kirchenaustritte.

Verantwortung abgeben
Jetzt, mit der Pensionierung, kann sie kürzertreten, kann Verantwortung abgeben: «Ich freue mich darauf, meine Tage auch spontan zu gestalten, Freundschaften und Hobbys pflegen zu können.»

Markus Bösch


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