Grossteil der politischen Gemeinden hält an Steuerfüssen fest 

  06.07.2026 Brennpunkt

2026 blieb der Steuerfuss bei den meisten politischen Gemeinden unverändert. Vier Gemeinden erhöhten ihren Steuerfuss, während ihn vier weitere Gemeinden senkten. Bei den Schulsteuerfüssen gibt es erneut mehr Erhöhungen als Senkungen. Die Steuerkraft stieg 2025 um 5% auf 2472 Franken. 

Von den 80 Politischen Gemeinden hielten 2026 72 Gemeinden an den Steuerfüssen des Vorjahres fest. Vier politische Gemeinden erhöhten ihren Steuerfuss, vier Gemeinden senkten ihn. Das sind nochmals weniger Reduktionen als in den Vorjahren: 2024 hatten sieben, 2023 16 und 2022 25 politische Gemeinden ihren Steuerfuss herabgesetzt. Dies geht aus der publizierten Statistischen Mitteilung 3/2026 «Steuerfüsse 2026, Steuerkraft 2025» hervor. 

Durchschnittlicher Gemeindesteuerfuss sinkt minim
Der durchschnittliche, nach der Einwohnerzahl gewichtete Gemeindesteuerfuss ging geringfügig auf 55,8% zurück (–0,1 Prozentpunkte). Im Vergleich zu vor zwanzig Jahren liegt er auf tiefem Niveau (Jahr 2000: 74,8%). 

Wiederum mehr Erhöhungen als Senkungen bei den Schulsteuerfüssen
Die Schulsteuerfüsse sind in den letzten zwanzig Jahren stetig gesunken. Seit 2024 setzt sich dieser Abwärtstrend nicht mehr fort. 2026 stieg der durchschnittliche Schulsteuerfuss leicht auf 89,4% (+0,3 Prozentpunkte). Zehn Schulgemeinden erhöhten 2025 ihren Steuerfuss, sechs senkten ihn. Die restlichen 56 Schulgemeinden hielten an den Steuerfüssen des Vorjahres fest.

Mehr Erhöhungen als Senkungen bei den Gesamtsteuerfüssen
In knapp über der Hälfte aller Gemeinden blieben die Gesamtsteuerfüsse – die Summe aus Staats-, Gemeinde-, Schul- und Kirchensteuerfuss – 2026 unverändert. Erhöhungen gab es für die evangelische Bevölkerung in 20, für die katholische Bevölkerung in 21 Gemeinden. Demgegenüber profitierte die evangelische Bevölkerung in 14 Gemeinden, die katholische Bevölkerung in 15 Gemeinden von Senkungen. Am stärksten stiegen die Gesamtsteuerfüsse in Bottighofen (+8 Prozentpunkte). Die grösste Reduktion gab es in Zihlschlacht-Sitterdorf (–5). 

Bottighofen und Warth-Weiningen am steuergünstigsten
Zum vierten Mal in Folge führt Bottighofen mit einem Gesamtsteuerfuss von 221% die Rangliste der steuergünstigsten Gemeinden für die evangelische Bevölkerung an. Dahinter folgt Warth-Weiningen (223%). Die katholische Bevölkerung profitierte in Warth-Weiningen vom tiefsten Gesamtsteuerfuss (219%), auf Platz 2 rangiert Horn (224%). Die höchste Gesamtsteuerlast tragen weiterhin die Einwohnerinnen und Einwohner von Arbon.

Steuerkraft 2025 steigt um 5%
Die Steuerkraft pro Einwohnerin oder Einwohner stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5% oder 120 Franken auf 2472 Franken. Wie in den Vorjahren führte Warth-Weiningen 2025 die Rangliste der Gemeinden mit der höchsten Steuerkraft pro Einwohnerin oder Einwohner an (5922 Franken). Dahinter folgt neu Gottlieben (5342 Franken) und verdrängt damit Bottighofen auf den dritten Rang (4783 Franken). Am anderen Ende der Rangliste befindet sich Schönholzerswilen mit einer Steuerkraft von 1682 Franken pro Einwohnerin oder Einwohner.

Die vollständige Publikation «Steuerfüsse 2026, Steuerkraft 2025» kann unter statistik.tg.ch heruntergeladen werden.

Die Daten zu den Steuerfüssen stehen auf data.tg.ch auch als Open Government Data zur Verfügung.

Amt für Daten und Statistik des Kantons Thurgau


Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote