Hafenpromenade mit Tiefgarage: Positive Stimmung und Fragen
26.02.2026 Politik, RomanshornDie Hafenpromenade soll zu einem attraktiven Freizeit- und Erholungsraum werden. Geplant ist, den motorisierten Verkehr stark zu verringern und das Areal aufzuwerten. An der Informationsveranstaltung gab es Fragen zur Machbarkeit und Finanzierung.
Bereits 2014 war die Parzelle gekauft worden. Und mit dem Siegerprojekt «Brise» sollen Stadtraum und Mehrwert geschaffen werden. Dazu gehören das von der SBS geplante Hafenhotel, ein überdachter Bau der Stadt mitsamt zwei Tiefgaragen mit gemeinsamer Ein- und Ausfahrt. Das war vorgesehen. Denn unterdessen wird nach einer Kostenschätzung eine abgespeckte Variante vorgelegt: Stadtpräsident Roger Martin, die Stadträte Philipp Gemperle und Björn Stäheli sowie Architekt Tom Munz informierten am Mittwochabend zur Abstimmungsvorlage.
Autos unten, Menschen oben
Dabei wird die vorgesehene öffentliche Tiefgarage mit 82 Parkplätzen zum Dreh- und Angelpunkt des Projekts: Mit ihr soll es gelingen, die oberirdischen Parkplätze weitgehend aufzuheben. Das Parkieren am See bleibe möglich, ein naturnah gestalteter Raum oben werde zum Gewinn für Einheimische und Touristen. Wichtig, so betonten die Verantwortlichen, sei es, kompatibel zu bleiben, sprich, auch in Zukunft sinnvolle Projekte zu ermöglichen.
«Der Bruttokredit für Tiefgarage (8,67 Millionen Franken) und (einfache) Baute (1,39 Mio. Fr.) beträgt zusammen 9,94 Millionen Franken. Wenn der Spezialfonds für Parkplätze eingerechnet wird, bleibt am Ende für beides eine effektiver Finanzbedarf von 3,18 Millionen Franken. Zudem wird das Ganze getragen durch die Bewirtschaftung der Parkplätze», so Martin.
Es wird funktionieren
In der anschliessenden Diskussionsrunde waren sich alle einig über die Vorteile − gefragt wurde, ob es neben der Bodantiefgarage eine weitere solche brauche und vor allem: Kann die Machbarkeit und der damit verbundene Kostenrahmen für einen Bau so nahe am Wasser garantiert werden? Ein Fachmann erklärte dazu: «Ja, es wird funktionieren, auch mögliche Hochwasser haben wir im Griff.» Zudem seien alternative Orte für eine Tiefgarage rar.
Insgesamt war eine durchaus positive Grundstimmung zu spüren, des Öfteren war aus den Besucherreihen zu hören: «Wir freuen uns auf neu und vielfältig bespielbare Strassenräume» und «wir sind gespannt auf das – hoffentlich bald − gebaute Hafenhotel». Nach der Abstimmung am 14. Juni soll im Herbst 2027 mit dem Bau der öffentlichen Tiefgarage begonnen werden.
Markus Bösch



