Herz statt Kommerz: Nationenfest vor 25. Austragung

  14.05.2026 Kultur&Natur, Romanshorn

Was einst als Kleinstanlass begann, hat sich zu einem festen Bestandteil des Romanshorner Veranstaltungskalenders entwickelt. OK-Präsident Manuel Bilgeri über das Erfolgsrezept des Nationenfestes.

Im Vorsommer 2000 war Bill Clinton US-Präsident und der FC St. Gallen Meister. Derweil begründeten die Schweiz, Kroatien, Spanien und Italien auf dem Schlossberg das Nationenfest. Der Grundgedanke? Bis heute derselbe – Präsident Manuel Bilgeri: «Die Vielfalt unserer Gesellschaft erleben, Kulturen kennenlernen, Gemeinsamkeiten entdecken.»

Die Initiative war von der Ausländergruppe des katholischen Pfarreirates ausgegangen. Bilgeri, zunächst Nachfolger von Stöff Sutter als Moderator, übernahm 2013 als Präsident. Dass es das Nationenfest nach wie vor gibt, erklärt er damit, dass man nicht auf Stimmen gehört habe, die forderten, das Fest müsse sich entwickeln: «Wir stehen für Herz statt Kommerz. Bei uns sind keine Profis am Werk, es gibt keine Lichtshow.» Das Wachstum sei nie erzwungen worden, obwohl 2002 schon zehn und 2005 bereits 20 Nationen dabei waren.

Weitermachen wie bisher
Manuel Bilgeri, nach Daniel Bischof und Thomas Niederberger der drite Nationenfest-Präsident, erinnert sich gerne an Zeiten, als man nach dem Aufräumen noch auf einen Schlummertrunk gegangen sei. Erfreulich findet Bilgeri, dass es nie zu Gewaltvorfällen gekommen sei. Dabei verhehlt er nicht, dass der eine oder andere Besucher auch mal einen über den Durst trinkt. «Aber es blieb zum Glück immer alles im Rahmen.»

«Wir wollen so weitermachen wie bisher», sagt Bilgeri. Für Verbesserungen ist das OK aber offen. Ein Beispiel: Seit 2025 bietet jede Nation mindestens von einem Gericht halbe Portionen an, damit die Besucher möglichst viele Speisen probieren können.

Nationenfest Romanshorn


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