Kultur des Miteinanders pflegen und fördern
06.08.2026 Politik, RomanshornZwei Städte, ein Präsident, ein Oberbürgermeister – und eine feierliche Stimmung mit dem Musikverein: Die Bundesfeier in der katholischen Kirche in Romanshorn mitsamt Reden und Musik kam bei der Bevölkerung gut an.
Der Musikverein Romanshorn unter der Leitung von Guillermo Casillas gestaltete den musikalischen Rahmen, der mit kreativ-gefälligen Arrangements, passenden Märschen und Zugaben einen gewichtigen Teil der diesjährigen Bundesfeier ausmachte: Die Bevölkerung dankte es mit stehenden Ovationen.
Auch wenn ihre jeweiligen Wirkungsgebiete 14 Kilometer Wasserlinie auseinanderliegen, zeugten die Begrüssungsrede von Romanshorns Stadtpräsident Roger Martin und die Festansprache von Oberbürgermeister Simon Blümcke, Friedrichshafen, davon, worauf es letztlich im Zusammenleben ankommt: «Neben anderen Nachbarländern verbindet uns mit Deutschland, sprich Schwaben und Bayern, vieles. Dazu gehören sicher die Sprache, sprich unsere Dialekte – und im Grossen gedacht eine Kultur des Miteinanders. Zwar liegt der Bodensee zwischen Romanshorn und Friedrichshafen, letztlich soll er uns aber verbinden, damit wir unsere Zusammenarbeit intensivieren und gegenseitig von uns lernen können» sagte Roger Martin.
Danke für den kostenlosen Säntisblick
Neben dem «Stolz, am schweizerischen Nationalfeiertag reden zu können, betonte auch Simon Blümcke den Wert des Verbindenden und meinte: «Erst einmal danke ich euch für den kostenlosen Blick auf den Säntis, den wir täglich haben dürfen. Insgesamt bin ich überzeugt, dass wir Brücken für den Austausch auf Augenhöhe brauchen. Dazu gehört zum Beispiel auf globaler Ebene, dass ich glaube, dass die EU durchaus mehr Schweiz wagen sollte. Zum Beispiel im Hinblick auf politische Prozesse von unten her. Und auf lokaler Ebene sind unsere Orte Heimat für uns. So gilt es, dass wir und unsere Städte uns noch besser kennenlernen sollen und werden. In diesem Sinn freue ich mich auf viele weitere Begegnungen an beiden Seeufern. Und auch an unserem Jahresauftakt, zu dem ich dich, Roger, 2027 als Redner gerne einlade.» Eine erste Möglichkeit zum Austausch gabs dann im Anschluss an die Feier: Bevölkerung und Gäste waren zu einem Imbiss mit originalen «Romans-Hörnli» neben der Alten Kirche eingeladen.
Markus Bösch




