Manege frei für die Schule Salmsach

  14.05.2026 Schule&Bildung, Salmsach

Mit zwei fantastischen Aufführungen beendete die Schule Salmsach die Projektwoche mit dem Zirkus Bengalo. Etwa 160 Kinder vom kleinen Kindergarten bis zur sechsten Klasse hatten mit dreissig Lehrpersonen und Unterstützung des Bengalo-Teams erstaunliche Talente und Fertigkeiten entwickelt.

Das königsblaue Zelt mit den goldenen Sternen zeigte schon während der ganzen letzten Woche an, dass beim Berglischulhaus Salmsach Grosses im Tun war. Aufgebaut hatten es Väter und Freunde der Schule unter Anleitung des Bengalo-Teams. Schulleiterin Céline Strebel freute sich, dass der Zirkus Bengalo auf seiner letzten Tour dieser Art in Salmsach Station machte. Nachher werde dieser sein Konzept ändern.

Unvergessliche Projektwoche
Turnerisches und akrobatisches Können, aber auch Teamwork und soziales Engagement hatten für einmal Vorrang vor Mathe, Lesen und Schreiben. Am Montag durften die Kinder alles anschauen und aufschreiben, ob sie sich gerne als Jongleur, Clown, Zauberer oder Trapezkünstler einbringen wollen. Anhand der Vorlieben wurden altersübergreifend Gruppen gebildet. Die Zirkusleute machten Vorschläge und stellten Material zur Verfügung. Dann aber entwickelten die Kinder ihr eigenes Programm. Die ganze Woche hiess es: «Ufzgi hemmer kei, mir hend Zirkus gmacht.»

Nach der Hauptprobe am Freitag stieg das Lampenfieber, denn am Abend war die öffentliche Aufführung für Eltern und weitere geladene Gäste angesagt.

Die Schulkommission und das Elternforum betrieben die Festwirtschaft und verkauften Popcorn vor und nach den Aufführungen. Dank des anhaltend schönen Wetters konnten im Freien Festbänke aufgestellt werden.

Wow, was für eine Show!
Das Zirkuszelt war bis auf den letzten Platz gefüllt. Licht- und Toneffekte erhöhten die Spannung, als es hiess: «Vorhang auf» und die ersten Artisten die Manege eroberten. Ob am Trapez, auf Ölfässern, als Jongleure mit dem Diabolo, als Seiltänzer, Clowns oder Zauberer: Es war erstaunlich, was die Kinder in der kurzen Zeit für Talente und Fähigkeiten entwickelt hatten. Sie schwangen Hula-Hoop-Reifen um ihre Hüften, warfen Ringe und jonglierten mit Tellern und farbigen Tüchern: «Wo sind sie hin, die grossen Träume?», klang es sentimental aus dem Lautsprecher. Die Kinder in der Manege hatten ein paar davon eingefangen und sichtbar gemacht.

Lernen für das Leben
Es war besonders erfreulich, zu sehen, wie grosse Kinder kleinere unterstützten und mitnahmen. Die Klassenzugehörigkeit war aufgehoben, Stärkere unterstützen Unbeholfenere. Das Gemeinschaftsgefühl übertraf das Konkurrenzstreben. Auch ohne Diktat und Mathematik hatten die Kinder für das Leben viel gelernt in dieser Woche bezüglich Selbstsicherheit, Teamwork, sozialem Verhalten, Kreativität und Körperbeherrschung.

Trudi Krieg

 


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