Romanshorner Anliegen an den Papst

  02.12.2021 Kirchen

Die Leitungsgremien der katholischen Pfarrei Romanshorn-Salmsach-Uttwil haben im Rahmen einer weltweiten Umfrage Anliegen für Neuerungen in der katholischen Kirche formuliert.

17 Vertreterinnen und Vertreter von Kirchenvorsteherschaft, Pfarreirat und Pfarreiteam haben sich an einer Retraite über die zehn vorgegebenen Themen der päpstlichen Umfrage www.wir-sindohr.ch gebeugt, diese diskutiert und Fragen beantwortet. Unter anderem ging es um Fragen wie: Wo fühle ich mich in der Kirche gehört, wo nicht? Wann fühle ich mich vom Glauben getragen? Welche Rolle spielt die Kirche in der Gesellschaft? Welche Beziehungen pflegen wir zu anderen Konfessionen?

Eigene Anregungen erwünscht
Ergänzend zu den vorgegebenen Themen forderten die Romanshorner Vertreterinnen und Vertreter die Gleichberechtigung der Frauen in der katholischen Kirche und die Zulassung von Verheirateten zur Priesterweihe, wie dies andere christliche Konfessionen bereits kennen. Mehr Gewicht soll zudem die Bewahrung der Schöpfung erhalten, wie dies Papst Franziskus in seiner Enzyklika «Laudato si» selber fordert. Generell sollen die Kirchenstrukturen demokratischer werden.
Die im Bistum Basel − zu dem der Thurgau gehört − eingehenden Antworten werden vom Forschungsinstitut gfs in Bern ausgewertet und deren Quintessenz von Bischof Felix Gmür Ende Januar 2022 in die Schweizer Bischofskonferenz eingebracht. Der Prozess geht weiter mit Synoden in allen Kontinenten ab Herbst 2022 und endet 2023 auf Ebene Weltkirche mit der Bischofssynode in Rom.

Für die Romanshorner Gruppe war die bislang einmalige Aktion der katholischen Weltkirche nicht nur inhaltlich spannend, sondern förderte auch die Teambildung, die während der Corona-Pandemie oft zu kurz kommt.

Thomas Walliser Keel
Katholische Kirchgemeinde Romanshorn

Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote

Loading