Seit 30 Jahren wird «gefreiwilligt»
07.05.2026 Wirtschaft, RomanshornEines ist klar: Wenn benevol Thurgau seit 30 Jahren ein grosses Engagement für die Freiwilligenarbeit betreibt, so ist die Fülle dieses Tuns nicht in einen kurzen Zeitungsartikel wie diesen zu quetschen. Aber man kann das Jubiläum als starkes Zeichen für die Bedeutung der Freiwilligenarbeit feiern. Und genau dies tat benevol Thurgau letzte Woche anlässlich der Mitgliederversammlung in Romanshorn.
Aber, was ist benevol Thurgau überhaupt? Der Verein mit Sitz in Weinfelden agiert als Drehscheibe zwischen Menschen, die sich engagieren möchten, und Organisationen, die Unterstützung suchen.
Wenn nun bei dieser Versammlung nebst den Mitgliedern diverse kantonale Amtsträger und hohe Politiker anzutreffen waren, unterstreicht diese gewichtige Präsenz die Bedeutung des Vereins und der Freiwilligenarbeit. Gerade heuer, wo die Freiwilligkeit auch international gefeiert wird.
Der Gesellschaft etwas zurückgeben
Bei der in die Feierlichkeiten harmonisch eingepflanzten Mitgliederversammlung wurden nebst den üblichen statutarischen Geschäften drei langjährige Mitglieder, die zurücktraten, verdankt: Adelheid Hofstetter, Ernst Siegenthaler und Werner Schönholzer. Neu in den Vorstand liessen sich nach einer kurzen Vorstellungsrunde Susanne Erdt und Günter Härtel wählen. Beide wollen mit ihrem Engagement der Gesellschaft etwas zurückgeben.
Bedeutung der Freiwilligenarbeit gewürdigt
Neben der regulären Versammlung moderierte Lukas Rösch versiert und immer auf die betreffenden Personen bezogen durch den Jubiläumsabend. Die Grussworte standen nach solchen von benevol Schweiz ganz im Zeichen der «Martins»: Regierungsrat Urs Martin würdigte die Bedeutung der Freiwilligenarbeit und bezeichnete die «benevoler» als Macher.
Martin Leemann bedankte sich als Chef des Sportamtes für die ehrenamtlich geleistete Arbeit, ohne die fast keine Vereine wirken könnten. Er hob als bemerkenswertes Beispiel die Zusammenarbeit bei der Vereinsschmiede hervor.
Und Roger Martin bezeichnete als Stadtpräsident die Freiwilligenarbeit dankbar als Rückgrat der Gesellschaft.
Für jeden das Passende finden
Im lockeren Gespräch schauten zwei Ehemalige der Geschäftsleitung, nämlich Turi Schallenberg und Sabina Peter Köstli, interviewmässig in die 30-jährige Vereinsgeschichte: aus dem Freiwilligenzentrum wurde benevol. Die heutige Geschäftsleiterin Conny David erzählte ebenso begeistert wie auch begeisternd, dass Freiwilligenarbeit nicht gratis zu haben sei: man müsse in diese investieren, diese schulen und bestrebt sein, für jeden Typen die passende Freiwilligenarbeit zu finden. Was wir freiwillig tun, macht uns glücklich. In diesem Sinn: Lasst uns glücklich werden und … «freiwilligen».
Christoph Sutter



