Stricken total – und Madame Tricot motiviert

  09.04.2026 Kultur&Natur, Romanshorn

Im Rahmen von Strickferien ist sie vor Ort – jene Frau, die sagt, sich das Stricken autodidaktisch beigebracht zu haben. Und die heute die Menschen fürs Stricken zu begeistern vermag: Madame Tricot oder eben Dominique Kähler Schweizer erzählt, zeigt vor und motiviert.

Im Schulhaus Im Grund hatten sich 30 Frauen zusammengefunden, die in der ersten Stunde Pilze strickten. Zehn davon sind schon die ganze Woche im Strickfieber, sie sind Teilnehmerinnen der «Strickferien am Bodensee», organisiert vom Team der Fischerhäuser.

Dann erzählte sie von ihrer inneren Stimme, die zu ihr gesagt habe: «Strick einen Pilz, denn ihr unterirdisches Geflecht verbindet Pflanzen, Bäume, den Wald.» Und sie fährt an diesem Mittwochnachmittag weiter: «Unser gemeinsames Stricken verbindet auch uns, ist gemütlich und erdet uns. Übrigens: Euer Pilz muss nicht perfekt sein, ein eventuelles Loch zeugt nur davon, dass da eine Schnecke sich gütlich getan hat.»

Madam Tricot hat Medizin und Kunstgeschichte studiert, hat sich das Stricken autodidaktisch angeeignet und bezeichnet sich selbst als Grenzgängerin. In dem, was sie strickt und was sie damit ausdrücken will. Gleichzeitig zeugen ihre Gespräche von Humor und Leichtigkeit. Genauso wie die zweite Idee, die sie in diesen drei Stunden anbot: nämlich einen alten oder gebrauchten oder Lieblingspullover zu erweitern, anzupassen oder zu verschönern, indem zum Beispiel eine Bordüre dazugestrickt wird oder eine gestrickte oder gehäkelte Blume dem Halsausschnitt oder dem Ärmel neues Leben einhaucht.

Im Herbst wird die nächste Strickferienwoche angeboten.

Markus Bösch


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