Tiefgarage Ja – aber wo und zu welchem Preis?

  04.06.2026 Leserbriefe, Romanshorn

Die Diskussion um die geplante Tiefgarage am Hafen wird zu Recht unter der Frage der Kosten für uns Steuerzahler diskutiert. Eine Tiefgarage direkt am See muss aufwendig gegen permanenten Wasserdruck gesichert werden. Dickere Bodenplatten, Spezialabdichtungen, zusätzliche technische Anlagen und langfristige Sanierungsrisiken verteuern das Projekt erheblich. Deshalb liegen die Kosten pro Parkplatz deutlich höher als bei einer Tiefgarage im trockenen Baugrund (ca. 40’000.− höher pro Platz). Dabei gäbe es eine nahe liegende Alternative: eine Tiefgarage unter dem Schlossbergplatz. Dort müsste das Bauwerk nicht dauerhaft dem Wasserdruck standhalten. Allein dadurch würden die Erstellungskosten deutlich sinken, unabhängig davon, welche Berechnungsmethode man bevorzugt. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Der gesamte Such- und Zielverkehr müsste nicht mehr quer durch die Stadt bis ans Seeufer geführt werden. Statt zusätzlichen Verkehr im Zentrum zu erzeugen, könnte dieser früher abgefangen werden. Städtebaulich wäre das langfristig wohl die deutlich intelligentere Lösung.
Die Frage ist für mich nicht, ob Romanshorn Parkplätze braucht. Die Frage lautet vielmehr, an welchem Ort und zu welchem Preis diese geschaffen werden sollen.

Peter Fratton
Kirschenweg 6, Romanshorn


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