2025: Unfallzahlen auf Thurgauer Gewässern stabil 

  24.03.2026 Polizeimeldungen

Bilanz 2025 der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau

Die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau hat ein durchschnittliches Jahr hinter sich. Bei 22 Unfällen verloren vier Personen ihr Leben, fünf wurden verletzt. 

Die Gesamtzahl der registrierten Unfälle auf dem Thurgauer Teil des Bodensees und Hochrheins sowie den restlichen Thurgauer Gewässern sank im Vergleich zum Vorjahr auf 22 (2024: 23 Unfälle). Diese Zahl liegt leicht unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Wassersportsaison 2025 verlief für die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau durchschnittlich. Dies kann auf die allgemein nicht sehr wassersportfreundlichen Wetterverhältnisse in der ersten Jahreshälfte sowie das Ausbleiben aussergewöhnlich starker Sturmereignisse zurückgeführt werden. 

Im Jahr 2025 kamen im Thurgauer Zuständigkeitsbereich vier Personen bei Unfällen ums Leben, fünf wurden verletzt. Es wurden keine Tauchunfälle registriert.

Die Seepolizei und die SLRG Arbon mussten 2025 zu 17 Einsätzen im Sturmwarndienst (2024: 18) ausrücken. Die Zahl der verzeichneten Seenotfälle stieg auf 94 (84), dabei konnten 174 (131) Personen gerettet werden, die das Ufer nicht mehr aus eigener Kraft erreicht hätten. Die Zahl der geborgenen Boote lag mit 86 gegenüber dem Vorjahr leicht höher (72). 

Die seit einigen Jahren speziell für die Hochrheinstrecke geführte Präventionskampagne «Ufm Rhy» wurde in Zusammenarbeit mit der Schaffhauser Polizei und der Wasserschutzpolizei Baden-Württemberg weitergeführt. Diese macht die Rheinbenutzerinnen und -benutzer auf verschiedenen Kanälen mit witzigen und auffälligen Botschaften auf die Gefahren wie Wiffen, Kursschiffe oder Brückenpfeiler aufmerksam und gibt Sicherheitstipps.

Die Starkwind- und Sturmwarnungen, ausgelöst durch die Meteo Schweiz in Kloten und den Deutschen Wetterdienst in Stuttgart, lagen mit 376 deutlich tiefer als im Vorjahr (481), jedoch leicht höher als im langjährigen Durchschnitt. 

Die bereits in den Vorjahren stetig gesunkenen Zahlen der Vermögensdelikte bewegten sich auch 2025 auf tiefem Niveau. Im vergangenen Jahr wurden zwei Diebstähle von Aussenbordmotoren gemeldet (2024: 4). Dieses tiefe Niveau bei den Vermögensdelikten dürfte auf die vermehrte Polizeipräsenz in Hafengeländen und auf Trockenplätzen sowie auf die national und international koordinierten Fahndungsmassnahmen im Bereich der Bootskriminalität zurückführen zu sein. 

Die Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau wurden 2025 zu 20 Einsätzen (2024: 13) aufgeboten. 

Der Wasserstand des Bodensees bewegte sich während eines Grossteils des Jahres deutlich unter den langjährigen Mittelwasserständen, teilweise nahe an rekordtiefen Werten. Die Grossschifffahrt auf der Hochrheinstrecke musste zeitweise aufgrund von Geschiebeverlagerungen und des niedrigen Wasserstandes eingestellt werden. Gegen Ende des Jahres normalisierten sich die Pegelstände. 

Gesamter See: Unfallzahl im Normalbereich 
Auf dem gesamten Bodensee und dem Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich im Jahr 2025 172 Unfälle, sieben weniger als im Vorjahr. Die Unfallzahlen pendelten sich wieder im Normalbereich ein. Die Unfälle forderten 22 Verletzte (2024: 41) und 11 Tote (17). 

Im vergangenen Jahr mussten 479 Personen aus Seenot gerettet werden (464). Die Schadenssumme aller Unfälle beläuft sich auf rund 2'300'000 Euro (2024: rund 500'000 Euro).

Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau


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