Von der Wiese zur Weltbühne. Vierzig Jahre Openair Frauenfeld
17.06.2026 Kultur&NaturUnter dem Namen «Out in the Green» fand im Juli 1987 das erste Festival auf der Grossen Allmend in Frauenfeld statt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Openair Frauenfeld zur grössten Hip-Hop-Veranstaltung Europas. Am Mittagsvortrag vom Donnerstag, 25. Juni , blickt die Historikerin Petra Hornung auf Höhepunkte der knapp vierzigjährigen Festivalgeschichte zurück, die Musik, Jugendkultur und Alltagsflucht verbindet.
Schlaflose Nächte, neue Bekanntschaften, Sonnenstich oder Schlammschlacht: Mehrtägige Musikfestivals sind für viele junge Menschen prägende Erlebnisse. Der Ursprung der weltweiten Open-Air-Bewegung liegt im Woodstock-Festival von 1969. Davon inspiriert fanden Anfang der 1970er-Jahre die ersten Folkfestivals in der Schweiz statt.
Das erste Rockfestival 1987 auf der Pferderennbahn Frauenfeld war ein finanzielles Wagnis: Doch dank Sonnenschein strömten rund 30'000 Besucherinnen und Besucher auf die Wiese. Abwechslung boten zwei Festwirtschaften und eine Tombola. Den Auf- und Abbau der Infrastruktur leistete der FC Frauenfeld, während drei Motorrad- sowie ein Boxclub für die Sicherheit sorgten.
Zwischen Subkultur und Kommerz
In den Jahren darauf standen Weltstars wie David Bowie, Lenny Kravitz oder die Rolling Stones auf der Bühne. Nach der Jahrtausendwende erfolgte die Spezialisierung auf das Hip-Hop-Genre. Einen Höhepunkt erreichte das Openair Frauenfeld im Jahr 2022 mit insgesamt 200'000 Besucherinnen und Besucher.
Im Kontext dieser musikalischen Grossveranstaltung werden am Vortrag jugendliche Identitätssuche, Rauscherfahrung, Abfallkonzepte und Kommerzialisierung beleuchtet.
Der Museumshäppli-Vortrag «Von der Wiese zur Weltbühne. Vierzig Jahre Openair Frauenfeld» findet am Donnerstag, 25. Juni , von 12.30 bis 13 Uhr im Schloss Frauenfeld statt. Eintritt frei. Anmeldung unter: historisches-museum.tg.ch/events
Historische Museum Thurgau
