Wenn sich 145 Tonnen auf den Weg machen
01.07.2026 Wirtschaft, Romanshorn
Drei LKWs machten sich am frühen Mittwochmorgen auf den Weg vom Fatzerwerk in Romanshorn zur Schwägalp, an den Fuss des Hausbergs Säntis: Am Tag vorher war der «Seeblick» beim Verladen der tonnenschweren Seile dabei (Fotostrecke).
«Mit diesem Transport werden erstmal drei Seile zum Säntis transportiert, zwei weitere werden im Frühherbst folgen. Das Zugseil hat einen Durchmesser von 42 mm, es ist 4900 Meter lang und wiegt 35 Tonnen. Die anderen zwei Seile sind Tragseile. Sie bringen ein Gewicht von je 55 Tonnen auf die Waage, haben einen Durchmesser von 60 mm und sind je 2,6 km lang», erklärt Remo Gubser von der Firma Fatzer. Er ist unter anderem der Projektleiter «Säntisbahn».
Von Romanshorn zum «Hausberg»
Die Produktionszeit für diese Seile werde mit etwa 500 Stunden veranschlagt. Und die Tragseile hätten eine Lebensdauer von etwa 60 Jahren – und, so Gubser weiter: «Dass wir die Seile für diese Bahn liefern dürfen, hat sicher mit unseren Werten wie Qualität und Zuverlässigkeit zu tun. Und es ist sicher auch speziell, weil diese Seilbahn sozusagen auf unseren ‹Hausberg› Säntis führt. Trotzdem sind wir selbstverständlich weltweit tätig, etwa 70 % unserer Verkäufe gehen in den Export. Das zeigt zum Beispiel der jüngste Auftrag nach Vietnam, nach Phu quok. Und ganz grundsätzlich sind wir in der Seilfertigung sehr gut ausgelastet.»
Markus Bösch










