Winterwasser Oberthurgau: Eine Erfolgsgeschichte im fünften Jahr

  25.11.2021 Wirtschaft

Zwar hat die Pandemie das fünfte Betriebsjahr des Winterwassers stark beeinflusst: Trotzdem halten die Öffentlichkeit, Schulen, Vereine und das freiwillige Engagment das Projekt weiterhin am Leben.

Der Präsident Hanspeter Gross hatte am vergangenen Samstag einmal mehr Grund, Danke zu sagen: «Es sind nunmehr zwölf Städte und Gemeinden, die unser Projekt mit namhaften Beiträgen und als Genossenschafter unterstützen. Neu dazugekommen sind Roggwil und Hefenhofen. Ebenso bilden die Vereine und die Schulen unser zweites Standbein: Wohl auch wegen der Lehrplanvorgaben benutzen immer mehr Schulklassen unser Angebot. Durchschnittlich sind es 13 Stunden pro Woche, plus 40−50 Stunden mit Projektlektionen.
Immerhin während neun Stunden ist der Schwimmclub mit Aquafit präsent, 10 Stunden gehören der Schwimmschule und 28 Stunden (immer pro Woche) sind

reserviert für Vereine. Die Hälfte der insgesamt 85 Belegungsstunden pro Woche sind für die Bevölkerung offen. Das braucht eine ausgetüftelte Organisation, damit es dann für alle passt. Und alle Nutzer, inclusive der Einzeleintritte und Abonnemente, generierten mit 84ʼ719 Franken mehr als einen Drittel der Erträge. Der Wermutstropfen im vergangenen Jahr: Wegen der Covid-19-Auflagen musste der öffentliche Betrieb für die Bevölkerung eingestellt werden. Damit wurden die Einnahmen durch Eintritte halbiert.»

Die wahren Helden
Mitverantwortlich für das Gelingen des «Hallenbades auf Zeit» sind auch die beteiligten Gemeinden und Städte des Oberthurgaus: Ihre Unterstützung machte 128ʼ504 Franken aus. Wesentlich für den Erfolg sind selbstverständlich auch die «Helden des Winterwassers», so Gross: «Das sind die etwa 20 freiwilligen Aufund Abbauhelfer. Allein für den Aufbau im Herbst leisteten sie über 930 Stunden. Während einer Saison sind das mehrere zehntausend Franken, die die öffentliche Hand so einspart. Dazu kommen zahlreiche Fachfirmen, die einen Teil der Aufwendungen als Sponsorenleistung zur Verfügung stellen. Und schliesslich tragen auch die 203 Genossenschafter/-innen mit einem Kapital von 338ʼ500 Franken ihren Teil für dieses regionale Projekt bei.

Ausgeglichen
Hans Sidler stellte eine ausgeglichene Rechnung vor: «Personal- und Betriebskosten und Abschreibungen führen zu einem Aufwand von 216ʼ891 Franken, die Erträge belaufen sich auf insgesamt 227ʼ793 Franken. Nach der Dividendenausschüttung auf das Genossenschaftskapital bleibt ein kleiner Gewinn von 596 Franken. Und mit dem Budget für 2021/22 rechnen wir wieder mit einem einigermassen normalen Jahr: Der Vorschlag beträgt 4800 Franken.»
Mit seinem Jahresbericht wagte Hanspeter Gross auch einen Ausblick auf die (nahe) Zukunft: «Als ‹Winterwasser› sind wir weiterhin auf die Unterstützung der RPO-Gemeinden im Oberthurgau angewiesen. In diesem Zusammenhang läuft auch eine Abklärung bezüglich Teilnahme des Winterwassers am Regionalen Hallenbadverbund. Und fest steht auch, dass die ‹Übergangslösung Winterwasser› bald (bei Beginn sprach man von 15 Jahren Nutzungzeit) durch ein mögliches, regionales Hallenbad an einem Standort im Oberthurgau zielgerichtet abgelöst werden sollte. Aus meiner Sicht sollte rasch ein entsprechendes Projekt angegangen werden Und nicht zuletzt ist eine neue Leistungsvereinbarung mit der Stadt Romanshorn in Bearbeitung: Auch da sind Mitfinanzierungen bei regionalen Infrastrukturen ein Thema.»

Markus Bösch


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