«Wir Unternehmer!»
14.03.2025 Schüler-«Seeblick», RomanshornWow! Meine Schüler spielen Unternehmer! Ich traute meinen Augen nicht, als ich eines Morgens in meiner Klasse stand und eine Stimmung voller Erwartungen spürte. Ich sah fragende Blicke: Kann ich das, schaffe ich das denn auch? Ich erhaschte unternehmerische Blicke: Kein Problem – das packen wir an! Einige dachten nüchtern: Lass es uns einfach probieren – was kann da schon schiefgehen!
Und dann ging’s los. Die Klasse teilte sich in Gruppen auf. Halt! Moment! In Abteilungen mit einem Abteilungsleiter! Wie denn sonst! Überlegen, planen: Motivations-, Feedback-, Bewegungs-, Lerngespräche- und Zielkarten – wie stelle ich mir solche Karten überhaupt vor? Glühende Köpfe, die Gedanken sprudeln. Es wird hitzig diskutiert, Ideen aufgegriffen und wieder verworfen, ja, das Undenkbare gedacht, denn die Karten, so die Übereinstimmung, sollen den Markt aufmischen, ihn überraschen.
Mit Wasserfarben wird eifrig gepinselt, mit spitzem Stift gezeichnet und mit kreativem Geist getextet. Erste Entwürfe tauchen auf. Vielleicht sollten wir – oder vielleicht doch lieber nicht. Nein, so dürfen wir das nicht schreiben! Hier mein Vorschlag! Aufgeregtes Gemurmel und rote Köpfe im ganzen Schulzimmer!
Dann sucht eine kleine Delegation von Schülern die Druckerei auf. Welches Papier, welche Farbe, welche Schrift eignet sich am besten für unsere Karten? Die «stolzen Unternehmer» erläutern und erklären ihre Wünsche, ihre Erwartungen und ihre Hoffnungen. Kein einfaches Unterfangen, denn ihr Budget hält sich in engen, sehr engen Grenzen. Dank geschicktem Verhandeln gelingt es ihnen, einen Rabatt von sage und schreibe 20% herauszuholen. Hocherfreut, aber auch etwas erleichtert kehren sie in die Klasse zurück und berichten von ihrem Erfolg.
Alle sind sich nun einig: «Unsere Karten sind unschlagbar - ein Verkaufsschlager!»
Willy Burgermeister (Senior in der Klasse Leonardi)