Zurzeit 92 Bewilligungen für GastronomiebetriebeS

  19.03.2026 Wirtschaft, Romanshorn

Während die einen die bestehenden Romanshorner Gastronomiebetriebe zu schätzen wissen, vermissen andere bestimmte Bereiche. Immerhin sind 92 Bewilligungen und Patente zurzeit aktiv, weiss Rolf Müller von der Stadt.

Im Sommer sind Touristen, die Romanshorn mit öffentlichem Verkehr, Schiffen und Fahrrad besuchen, oft und gern gesehen. Und in diesen Monaten sind die Gastronomiebetriebe am See, im Wald, in der Stadt gut besucht – und auch zahlreicher als in den kalten Monaten geöffnet. Im Winter kehrt daselbst Ruhe ein. Und immer wieder ist dann in Gesprächen zu hören, dass genau dieses Restaurant oder jenes Café fehlt.

Laut Auskunft der Stadt sind es dennoch und immerhin 92 Bewilligungen und Patente, die Anfang 2026 aktiv sind. Auf Anfrage erklärt der Kommunikationsbeauftragte der Stadt, Rolf Müller: «Diese Zahl umfasst alle Betriebe, die unter das Gastgewerbegesetz fallen. Dabei handelt es sich um klassische Restaurants, Betriebe wie Kioske und Imbisse, Catering, Gelegenheitswirtschaften und Beherbergung sowie der Handel mit alkoholischen Getränken.»

Wer sucht, der findet (auch)
Nach alter Gesetzgebung (Ende 2023) gab es in der Hafenstadt drei Beherbergungsbetriebe, 18 Patente betrafen Betriebe mit mehr als 20 Sitzplätzen und ohne Saisonbetrieb («La Luna», «Panem» und McDonalds als Beispiele) und 13 Gelegenheitswirtschaften mit limitierten Öffnungszeiten (Beispiele sind Waldschenke, Minigolf, Fischerhäuser). Nach neuer Gesetzgebung gibt es 16 Betriebe, die Konsumation vor Ort anbieten (Beispiele sind Imbiss Holzenstein, Café Blossom, Restaurant zum Schiff und Gustav Kahn): «Ja, regelmässige Anfragen zu Neueröffnungen gibt es», sagt Müller weiter. «Wegen strengerer Anforderungen an persönliche Voraussetzungen (neue Gesetzgebung) führen Anfragen oft nicht zu einem Gesuch. Aktuell ist ein Gesuch in Bearbeitung.»

Vielfältiges Angebot
Der «Seeblick» fragte auch nach bei Restaurantbetreibern und sprach zum Beispiel mit Behnam Karvar vom Café Blossom: «Trotz des Winterhalbjahrs können wir mit den Wochenenden einigermassen zufrieden sein, insgesamt ist die Frequenz noch nicht besonders gut. Trotzdem sind wir überzeugt von der Vielfalt unserer Konditoreiprodukte und freuen uns über alle Besucherinnen und Besucher, die unser ruhiges und wohltuendes Ambiente – bald auch wieder im Garten – geniessen werden.» Im Restaurant Schiff haben Dejan und Marina Sermek das Zepter übernommen: «Nach der Brasserie am Bahnhof ist es schön, dass wir hier weitermachen können. Neben etlichen Stammkunden dürfen wir auch immer mehr neue Gäste willkommen heissen. Unsere Karte ist abwechslungsreich gestaltet, mit frischen und regionalen Produkten.»

Katja Debbabi ist Besitzerin des «Inselis» und Pächterin der «Mole» und des «Schlosses»: «Am See, mit dem Restaurant Mole sind wir natürlich vom Wetter abhängig, bei Sonnenschein und im Sommer läuft es da gut. Im ganzjährig geöffneten ‹Inseli› dürfen wir oft Feste für Familien und Firmen anbieten und durchführen, für Hochzeitsfeiern bietet sich eher das ‹Schloss› an.»

Szenenwechsel an die Hubkreuzung, wo Adrian Locher das Restaurant Landhaus leitet: «Bei uns treffen sich Arbeiter genauso wie Vereine, zum Znüni, Mittag- oder Abendessen. Wir bieten eine gutbürgerliche Küche an und unser breitgefächertes Angebot kommt an. Beispielsweise, wenn sich die Jasser und Jasserinnen bei uns treffen, oder wenn − meistens am Freitag – Fischbuffet, Metzgete oder auch mal Muscheln im Fokus sind.»

Markus Bösch

 


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