Der technisch und baulich angeschlagene, 36-jährige Asco-Brunnen auf der
Festwiese Romanshorn soll in der neuen Saison wieder sprudeln. Eine Garantie
dafür gibt es nicht.
Zuletzt musste das beliebte Wasserspiel im Sommer 2025 abgeschaltet werden. Grund dafür waren hartnäckige Verstopfungen in den Wasserleitungen und den drei blumenartigen Sprühköpfen. Auslöser sind feinste Pflanzenhaare, sogenannte Trichome.
Sie sitzen auf der Unterseite frisch ausgetriebener Blätter und Knospen der nahen Platanenbäume. Bei Hitze und Wind werden sie vor allem im Frühsommer leicht in die Luft getragen und verbreitet.
Weder regelmässige Wasser- und Luftdruckreinigungen noch eigens angefertigte Feinfilter des Werkhofs konnten das Problem effektiv lösen. Denn mit dem Alter der Bäume nimmt die Menge stetig zu.
Der Romanshorner Asco-Brunnen in problemloseren Tagen. Bild: Stadt Romanshorn
Hilfe aus Neuseeland So stand der Brunnen immer wieder still. Eine nachhaltige und finanziell tragbare Lösung zu finden, erwies sich als anspruchsvoll. Eine Spur führte nach dem rund 19’000 Kilometer entfernten Christchurch an Neuseelands Ostküste. Dort steht ein nahezu baugleicher Brunnen mit denselben Problemen. In der Folge tauschten sich die Verantwortlichen beider Städte intensiv aus.
Auch in Neuseeland dauerte die Lösung Jahre. Man holte etwa in Sydney Erfahrungen ein, wo ein weiterer Brunnen dieses Typs steht, und sanierte ihn schliesslich umfassend. Die Kosten lagen bei über 50’000 Franken. In Romanshorn schluckte man da zweimal leer.
Gleicher Brunnen, ähnliche Probleme: Ferrier Fountain in Neuseeland. Bild: Christchurch City Council
Pragmatische Problemlösung Für die Saison 2026 zeichnet sich eine pragmatische, massiv günstigere Lösung ab: Die nicht geschützte Platane hinter dem Brunnen wird durch einen einheimischen Baum ersetzt, der weniger Trichome absondert. Dafür hat die Schweizerische Bodensee Schifffahrt AG unkompliziert Hand geboten.
Sollte dies nicht den erhofften Erfolg bringen, wird bei beiden Pumpen ein Schieber zur Druckregulierung eingebaut. Zudem werden die Wasserdüsen vergrössert, um Blockaden zu minimieren.
Praxistest wird Funktionalität zeigen Der Brunnen soll ab Mai erstmals wieder laufen. Ob die Massnahmen nachhaltig funktionieren, zeigt die Praxis. Fachleute sind sich uneins. Falls nicht, wird der Betrieb für einen grundsätzlichen Marschhalt und eine Auslegeordnung vorerst eingestellt.
Im Zug der umfassenden Abklärungen zeigte sich zudem, dass nicht nur die Wassertechnik, sondern das gesamte Betonwerk des Asco-Brunnens in schlechtem Zustand ist und für einen Weiterbetrieb mittelfristig vollständig saniert werden müsste.
Der Asco-Brunnen nach dem Betriebsstopp im Sommer 2025. Hinten die zu fällende Platane. Bild: Rolf Müller/Stadt Romanshorn
Der technisch und baulich angeschlagene, 36-jährige Asco-Brunnen auf der
Festwiese Romanshorn soll in der neuen Saison wieder sprudeln. Eine Garantie
dafür gibt es nicht.
Zuletzt musste das beliebte Wasserspiel im Sommer 2025 abgeschaltet werden. Grund dafür waren hartnäckige Verstopfungen in den Wasserleitungen und den drei blumenartigen Sprühköpfen. Auslöser sind feinste Pflanzenhaare, sogenannte Trichome.
Sie sitzen auf der Unterseite frisch ausgetriebener Blätter und Knospen der nahen Platanenbäume. Bei Hitze und Wind werden sie vor allem im Frühsommer leicht in die Luft getragen und verbreitet.
Weder regelmässige Wasser- und Luftdruckreinigungen noch eigens angefertigte Feinfilter des Werkhofs konnten das Problem effektiv lösen. Denn mit dem Alter der Bäume nimmt die Menge stetig zu.
Der Romanshorner Asco-Brunnen in problemloseren Tagen. Bild: Stadt Romanshorn
Hilfe aus Neuseeland So stand der Brunnen immer wieder still. Eine nachhaltige und finanziell tragbare Lösung zu finden, erwies sich als anspruchsvoll. Eine Spur führte nach dem rund 19’000 Kilometer entfernten Christchurch an Neuseelands Ostküste. Dort steht ein nahezu baugleicher Brunnen mit denselben Problemen. In der Folge tauschten sich die Verantwortlichen beider Städte intensiv aus.
Auch in Neuseeland dauerte die Lösung Jahre. Man holte etwa in Sydney Erfahrungen ein, wo ein weiterer Brunnen dieses Typs steht, und sanierte ihn schliesslich umfassend. Die Kosten lagen bei über 50’000 Franken. In Romanshorn schluckte man da zweimal leer.
Gleicher Brunnen, ähnliche Probleme: Ferrier Fountain in Neuseeland. Bild: Christchurch City Council
Pragmatische Problemlösung Für die Saison 2026 zeichnet sich eine pragmatische, massiv günstigere Lösung ab: Die nicht geschützte Platane hinter dem Brunnen wird durch einen einheimischen Baum ersetzt, der weniger Trichome absondert. Dafür hat die Schweizerische Bodensee Schifffahrt AG unkompliziert Hand geboten.
Sollte dies nicht den erhofften Erfolg bringen, wird bei beiden Pumpen ein Schieber zur Druckregulierung eingebaut. Zudem werden die Wasserdüsen vergrössert, um Blockaden zu minimieren.
Praxistest wird Funktionalität zeigen Der Brunnen soll ab Mai erstmals wieder laufen. Ob die Massnahmen nachhaltig funktionieren, zeigt die Praxis. Fachleute sind sich uneins. Falls nicht, wird der Betrieb für einen grundsätzlichen Marschhalt und eine Auslegeordnung vorerst eingestellt.
Im Zug der umfassenden Abklärungen zeigte sich zudem, dass nicht nur die Wassertechnik, sondern das gesamte Betonwerk des Asco-Brunnens in schlechtem Zustand ist und für einen Weiterbetrieb mittelfristig vollständig saniert werden müsste.