Wahlfeier: Romanshorn "regiert" den Thurgau

  28.05.2026 Romanshorn: offizielle Mitteilungen

Die Thurgauer Legislative und Exekutive ist für ein Jahr fest in Romanshorner Hand: Die Stadt feierte am 27. Mai 2026 den neuen Grossratspräsidenten Felix Meier und Urs Martin als Regierungspräsidenten.

Die beiden Hafenstädter trafen am späteren Nachmittag mit einem historischen Fahrzeug der Romanshorner Feuerwehr gut gelaunt auf der Festwiese ein, wo sie bereits von hunderten Einwohnerinnen und Einwohnern erwartet wurden. 
 

Das Wetter meinte es gut für die Feier auf der Romanshorner Festwiese. 

Bei schönem und heissem Wetter nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, den beiden Politikern persönlich zu gratulieren und mit ihnen anzustossen.

Das Interesse der Bevölkerung an den Feierlichkeiten war gross. 

Oberthurgauer Politpower
Stadtpräsident Roger Martin sprach in seiner Begrüssung von einem besonderen Moment für Romanshorn. «Es ist für jede Gemeinde eine grosse Ehre, wenn jemand aus den eigenen Reihen zum höchsten Thurgauer oder zur höchsten Thurgauerin gewählt wird», sagte er. Bei 80 Gemeinden geschehe dies statistisch gesehen nur alle 80 Jahre. 
 
Umso aussergewöhnlicher sei es, dass nach Norbert Senn im Jahr 2020 bereits 2026 wieder ein Romanshorner das Amt übernehmen dürfe. Hinzu komme Urs Martin als neuer Regierungspräsident. Der Stadtpräsident gratulierte beiden herzlich.

Freute sich über die Präsenz der Hafenstadt in der Kantonalpolitik: Stadtpräsident Roger Martin. 

«Somit ist Legislative und Exekutive fest in Romanshorner Hand», freute sich Martin, so wie im Vorjahr in Arbon. Sein Fazit: «Aus Romanshorn und dem Oberthurgau kommen halt einfach viele gute Politikerinnen und Politiker, die im Kanton geschätzt werden.»

Politisches Schwergewicht - und ein feiner Kerl
Martin würdigte den neuen Grossratspräsidenten herzlich. Felix Meier sei ein «politisches Schwergewicht» – und fügte augenzwinkernd an, das sei «nicht körperlich gemeint». Nach jahrelanger Tätigkeit in Bundesbern sei Meier politisch und diplomatisch mit allen Wassern gewaschen, «und auch oder trotzdem ein feiner Kerl geblieben». Auch der abtretende Grossratspräsident René Walther gratulierte seinem Nachfolger. 

Der abtretende Arboner Grossratspräsident René Walther. 

Kein Knopf für politische Instantlösungen
In seiner Ansprache stellte Felix Meier die Frage nach einem imaginären «magischen Knopf» ins Zentrum – und thematisierte damit die Erwartung, Politik könne Krisen auf Knopfdruck lösen. Politikerinnen und Politiker stünden heute oft unter dem Druck, in Krisen schnelle Antworten liefern zu müssen. Doch einen solchen Knopf gebe es nicht.

"Innehalten, einander zuhören und mit Zuversicht nach vorne blicken": Grossratspräsident Felix Meier. 

Gerade deshalb seien Anlässe wie diese Wahlfeier wichtig: um innezuhalten, einander zuzuhören und mit Zuversicht nach vorne zu blicken. Für seine Amtszeit 2026/2027 hoffe er, «gemeinsam kleinere, dafür mehrere, nicht magische, aber solide Knöpfchen» zu entwickeln. Und zitierte Hundertwasser: «Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Realität.»

Romanshorner unter sich (von links): Stadtpräsident Roger Martin, Grossratspräsident Felix Meier, Regierungspräsident Urs Martin. 

Erfahrung aus Parlament und Regierung
Felix Meier (SP) sitzt seit Juli 2021 im Grossen Rat des Kantons Thurgau. Urs Martin (SVP) gehört seit Juni 2020 dem Regierungsrat an und steht dem Departement für Finanzen und Soziales vor. Das Regierungspräsidium hatte er bereits 2023/24 inne.

Regierungspräsident Urs Martin. 

SP-Co-Präsidentin Marina Bruggmann gratulierte ebenso wie...

... die GLP-Kantonsrätin und Romanshorner Stadträtin Celina Hug. Sie moderierte den Abend. 

Mehr Bilder von der Wahlfeier: www.romanshorn.ch/wahlfeier


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