Zukunft der Energie liegt vor der Haustür - Stadt schafft Fachstelle

  24.11.2022 Romanshorn: offizielle Mitteilungen

Zuständig für Energie und Umwelt möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, auf aktuelle Themen zu fokussieren. Die Bezeichnung meines Ressorts ist vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen Programm. Wir befinden uns in einem globalen Wandel. Der Pauschalbegriff "Energie" hat in den letzten Monaten eine ganz neue Bedeutung erhalten. Die Zeiten von preiswerter und ständig im Überfluss verfügbarer Energie scheinen vorbei zu sein, und dies erfordert ein grundsätzliches Umdenken.

Romanshorn hat mit dem Bodensee einen riesigen Energiespeicher direkt vor der Haustür. Eine vom Stadtrat in Auftrag gegebene Analyse hat gezeigt, dass für eine thermischen Seewassernutzung

ein hohes Potenzial vorhanden ist. Eine Machbarkeitsstudie untersucht nun, wie Seewärme ökologisch vertretbar für Romanshorner Haushalte genutzt werden kann - eine zumindest im Kerngebiet der Hafenstadt echte Alternative zu beispielsweise Wärmepumpen. Läuft alles nach Plan, wären frühestens 2025 erste Wärmelieferungen möglich.

Eine Umsetzung der realistischen Idee, möglichst viel Energie aus der Nähe zu beziehen, macht uns nicht nur etwas unabhängiger von geopolitischen Entwicklungen, sondern reduziert auch den CO²-Ausstoss. Über die derzeitige Energiesituation dürfen aber nicht andere Umweltthemen vergessen gehen.

Mit der Teilnahme am Thurgauer Projekt "Vorteil naturnah" möchte Romanshorn dem Thema Biodiversität eine stärkere Gewichtung geben. Biodiversität bedeutet "Vielfalt des Lebens". Darunter werden unterschiedliche Lebensräume wie der Wald oder Gewässer verstanden, in welchen die verschiedenen Lebensformen wie Tiere, Pflanzen, Pilze und Bakterien leben und deren genetische Vielfalt innerhalb der Arten.

Prinzipiell kann gesagt werden: Je höher die Biodiversität, desto besser können sich Ökosysteme an veränderte Umweltbedingungen anpassen. Viele Pflanzen und Tiere finden ihren Lebensraum innerhalb städtischer Grenzen. Daher wird in der Energie- und Umweltkommission neben anderen Themen erarbeitet, wie wir in Romanshorn der Natur mehr Raum geben können. Das Thema Biodiversität wurde auch neu in den Massnahmenkatalog des Energiestadt-Labels aufgenommen.

Die Gemeindeversammlung hat kürzlich eine Projektleitungsstelle Bau und Umwelt genehmigt. Sie oder er wird auch Umweltschutzbeauftragte oder -beauftragter sein. Wir sind auf Kurs. Danke für Ihre Unterstützung auf diesem Weg.

Stadträtin Ursula Bernhardt, Ressort Energie und Umwelt

 


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